Kamassen

Die Kamassen, Kamassiner oder Kamassinen (Eigenbezeichnung: kalamaži, kanmaži, russisch камасинцы kamassinzy) waren eine samojedische Volksgruppe in Westsibirien. Sie sind seit 1989 nachweislich ausgestorben.

Der Begriff leitet sich aus der Zusammensetzung des samojedischen Begriffs kama (Berg) und des Begriffs az (eine alte sibirische Volksbezeichnung) her und bedeutet sinngemäß: „Leute in den Bergen“. Zusammen mit der ebenfalls ausgestorbenen matorischen Sprache sowie der selkupischen Sprache gehörte die kamassische Sprache zum Sprachraum der Südsamojeden.

  1. Simoncsics, 1998
  2. Sebastian Klikovits, Benjamin Haberl: Stammbaum der uralischen Sprachen. Seminararbeit am Institut für Finno-Ugristik der Universität Wien, 2012.