Kapitalbindung
Kapitalbindung ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl für die in einem Unternehmen nicht sofort freisetzbaren Vermögensgegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens. Gegensatz ist die Kapitalfreisetzung.
Kapital ist dann gebunden, wenn es nicht sofort liquide in Geld ausgezahlt werden kann, wenn seine Liquidierbarkeit eingeschränkt ist. In Unternehmen spielt die Kapitalbindung eine wichtige Rolle, weil das den Unternehmen zur Verfügung stehende Eigen- und Fremdkapital verzinst werden muss und daher auch Zinsaufwand (Fremdkapital) oder eine Gewinnverwendung (Dividende beim Eigenkapital) auslöst. Das vorhandene gebundene Gesamtkapital verursacht dann Ausgaben, die durch Einnahmen aus dem betrieblichen Produktionsprozess finanziert werden müssen. Damit ist die Kapitalbindung eine Stromgröße. Die Frage der Kapitalbindung taucht im Unternehmen erst auf, wenn Investitionen getätigt werden, also wenn etwa Produktionsmaschinen angeschafft oder selbst hergestellt werden. Zudem führt auch jede Bestandshaltung im Umlaufvermögen (Lagerhaltung) zu einer Kapitalbindung. Die Kapitalbindung bleibt so lange bestehen, bis das Investitionsobjekt aus dem Betriebsvermögen ausscheidet oder die gelagerten Produkte verkauft wurden.