Karsamstag
Der Karsamstag oder Karsonnabend (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘; lateinisch Sabbatum Sanctum) ist der letzte Tag der Karwoche und der zweite Tag des österlichen Triduums. Auf ihn folgt der Ostersonntag. Der Karsamstag wird regional auch als stiller Samstag bezeichnet. Die Christen gedenken am Karsamstag, dem Tag der Grabesruhe Jesu Christi, seines Abstiegs in die Unterwelt, bei dem er nach seiner Kreuzigung die Seelen der Gerechten seit Adam aus dem Limbus patrum befreit habe (1 Petr 3,19 ). Die vorkommende umgangssprachliche Bezeichnung des Karsamstags als „Ostersamstag“ oder „Ostersonnabend“ weicht von der kirchlichen Tradition ab. Der Ostersamstag ist im christlichen Sprachgebrauch der Samstag der Osteroktav und damit der Tag vor dem Weißen Sonntag, eine Woche nach Ostern.
- 1 2 3 Oliver Marquart: Karsamstag oder Ostersamstag: Warum so viele den Tag vor Ostern falsch benennen | Sonntags. Sonntagsblatt, 360 Grad evangelisch, abgerufen am 4. April 2026.
- ↑ Was ist Karsamstag? Bedeutung & Brauchtum. St. Benno Verlag, 2026, abgerufen am 4. April 2026.
- ↑ Warum heute nicht Ostersamstag ist. Was ist der Karsamstag?, domradio.de, 30. April 2024.