Kastell Theilenhofen

Kastell Theilenhofen
Alternativname Iciniacum
Limes ORL 71a (RLK)
Strecke (RLK) Rätischer Limes,
Strecke 14
Datierung (Belegung) Holz-Erde-Lager:
um 100 n. Chr. bzw.
nach 100/101 n. Chr.;
Steinkastell:
um 126 n. Chr.
wohl bis 254 n. Chr.
Typ Kohortenkastell
Einheit Cohors III Bracaraugustanorum equitata
Größe 196 × 144 m
(ca. 2,8 ha)
Bauweise a) Holz-Erde-Lager
b) Steinkastell
Erhaltungszustand Kastell durch Wege und Umpflanzung markiert; Kastellbad konserviert
Ort Theilenhofen
Geographische Lage 49° 5′ 21,8″ N, 10° 50′ 49,4″ O
Höhe 499 m ü. NHN
Vorhergehend Kastell Gnotzheim (südwestlich)
Anschließend sog. Zweites Ellinger Römerlager (östlich)
Kastell Ellingen (ostsüdöstlich)
Kastell Weißenburg (südöstlich)
Rückwärtig Kastell Munningen (südwestlich)
Vorgelagert Kleinkastell am Hinteren Schloßbuck (nordwestlich)
Kastell Gunzenhausen (nordwestlich)
Kleinkastell Gündersbach (östlich)

Das Kastell Theilenhofen, in der Antike Iciniacum genannt, ist ein römisches Militärlager nahe am Obergermanisch-Raetischen Limes (ORL), einem UNESCO-Weltkulturerbe, und nordwestlich des Dorfes Theilenhofen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern. Die wahrscheinlich für rund 480 Infanteristen und 128 Reiter (Cohors equitata) zur Grenzsicherung errichtete Befestigung ging mit dem Limesfall um die Mitte der 250er Jahre n. Chr., unter.

  1. 1 2 Marcus Reuter: Das Ende des raetischen Limes im Jahr 254 n. Chr. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 27, 2007, S. 105–108.
  2. 1 2 Veronika Fischer: Die mittelkaiserzeitliche Donaugrenze in Raetien. Die „Ripa Danuvii provinciae Raetiae“. In: Der Limes 2, 2020, S. 20–25; hier: S. 24.