Kastell Urspring

Kastell Urspring
Alternativname Ad Lunam
Limes ORL 66a (RLK)
Strecke (RLK) Alblimes
Datierung (Belegung) 75/85 n. Chr. bis 155/165
Vicus bis Mitte des 3. Jh.
Typ Kohortenkastell
Einheit unbekannte Kohorte
Größe 135 m × 132,5 m = 1,79 ha
Bauweise a) Holz-Erde-Lager
b) Steinkastell
Erhaltungszustand sichtbare Geländeverformungen
Ort Lonsee-Urspring
Geographische Lage 48° 33′ 0″ N,  54′ 2,5″ O hf
Vorhergehend Kastell Donnstetten (westlich)
Kastell Gomadingen (Westsüdwest)
Anschließend Kastell Heidenheim (Ostnordost)

Das Kastell Urspring, in der Antike Ad Lunam genannt, war ein römisches Militärlager des Alblimes. Es liegt mit dem zugehörigen Kastellvicus als Bodendenkmal unter den Äckern östlich von Urspring, einem Ortsteil der Gemeinde Lonsee im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis.

  1. Die Datierung des Kastells wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Während Filtzinger eine Kastellgründung „bald nach dem Bau der Rhein-Donau-Straße von Straßburg/Argentorate und Rottweil/Arae Flaviae nach Tuttlingen“, also unmittelbar nach 74 n. Chr. annimmt (Philipp Filtzinger: Lonsee-Urspring. Kohortenkastell. In: Philipp Filtzinger, Dieter Planck, Bernhard Cämmerer (Hrsg.): Die Römer in Baden-Württemberg. 3. Auflage, Konrad Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0287-7, S. 430 und Philipp Filtzinger: Lonsee-Urspring. Kohortenkastell. In: Dieter Planck (Hrsg.): Die Römer in Baden-Württemberg. Römerstätten und Museen von Aalen bis Zwiefalten. Konrad Theiss, Stuttgart 2005, ISBN 3-8062-1555-3, S. 179), legt Jörg Heiligmann: Der „Alb-Limes“. Ein Beitrag zur römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands. Konrad Theiss, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0814-X, S. 101, seinen frühesten Datierungsansatz in die Regierungszeit des Titus (79 bis 81 n. Chr.) und schließt auch eine domitianische oder gar frühtrajanische Gründung nicht aus.