Kaudalanästhesie

Die Kaudalanästhesie (Kaudalblockade, kaudale Periduralanästhesie, Sakralanästhesie, transsakrale Anästhesie, sakral-intervertebrale Epiduralanästhesie) ist ein seit Beginn des 20. Jahrhunderts durchgeführtes Regionalanästhesie-Verfahren. Dabei erfolgt eine Injektion in den Wirbelkanal im Kreuzbein. Die Kaudalanästhesie ist eine spezielle Form der Periduralanästhesie, die vor allem bei Kindern durchgeführt wird, weil bei diesen das Rückenmark und der Durasack noch weiter nach unten reichen. Auch in der Tiermedizin findet das Verfahren vor allem im Rahmen der Geburtshilfe Anwendung.

  1. Jean-Athanase Sicard: Les injections médicamenteuses extradurales par voie sacrococcygienne. In: Comptes rendus hebdomadaires des séances et mémoires de la Société de biologie. Band 53, (20. April) 1901, S. 396–398.
  2. Tobias Hüppe, Griseldis Pattar, Birgit Maass: Kaudalanästhesie: Übersicht und praktische Handlungsempfehlungen. In: AINS - Anästhesiologie · Intensivmedizin · Notfallmedizin · Schmerztherapie. Band 57, Nr. 11/12, 2022, ISSN 0939-2661, S. 724–736, doi:10.1055/a-1467-8624 (thieme-connect.de).