Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe
| KTE Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 2017 |
| Sitz | 76344 Eggenstein-Leopoldshafen, Baden-Württemberg, Deutschland |
| Leitung | Ronald Rieck (Technischer Geschäftsführer)
Florian Rode (Kaufmännischer Geschäftsführer) |
| Mitarbeiterzahl | 700 |
| Branche | Abfallwirtschaft |
| Website | www.kte-karlsruhe.de |
Die Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (Abk. KTE) ist ein deutsches Unternehmen, das sich mit dem Rückbau kerntechnischer Forschungs- und Prototypanlagen sowie der Verarbeitung und Zwischenlagerung des dabei entstehenden Behandlung radioaktiven Abfalls befasst. Das Unternehmen beschäftigt etwa 700 Mitarbeiter.
Alleinige Gesellschafterin der KTE ist die bundeseigene EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH. Finanziert wird die KTE überwiegend durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg. Der jährliche Etat beträgt 250 Millionen Euro, ca. 30 Prozent davon werden als Vorauszahlung an das Endlager geleistet.
Firmenstandort ist der KIT Campus Nord bei Eggenstein-Leopoldshafen. Hier verantwortet die KTE den Rückbau der stillgelegten nuklearen Forschungsanlagen u. a. des Kernforschungszentrums Karlsruhe. Im Rahmen kerntechnischer Grundlagenforschung und Anwendungsentwicklung entstanden hier in den 1960er-1980er Jahren neben Laboranlagen vor allem Forschungs- und Prototypreaktoren: der Forschungsreaktor (FR2), der Mehrzweckforschungsreaktor (MZFR) sowie die Kompakte Natriumgekühlte Kernreaktoranlage Karlsruhe KNK. Die sogenannten Heißen Zellen sind Forschungslabore, in denen Kernbrennstoffe untersucht wurden. Ebenfalls im Rückbau befindet sich die WAK, eine zwischen 1971 und 1990 betriebene Pilotanlage zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen, sowie die Verglasungseinrichtung Karlsruhe VEK.
Das Unternehmen hat zudem die Verantwortung für die bereits am Standort angefallenen und zukünftig anfallenden radioaktiven Abfälle. Bis zur Abgabe an ein Endlager des Bundes werden diese am Standort zwischengelagert. Dafür betreibt die KTE mittlerweile mehrere Lagergebäude für schwach- und mittelaktive Abfälle mit einem Gesamtlagervolumen von rund 100.000 m³ – das größte Zwischenlager Deutschlands.