Karlsruher Institut für Technologie

Karlsruher Institut für Technologie
Motto KIT – Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft
Gründung 1. Oktober 2009
Hochschule: 7. Oktober 1825
Forschungszentrum: 1956
Trägerschaft staatlich
Ort Karlsruhe (Sitz),
Eggenstein-Leopoldshafen
Bundesland Baden-Württemberg Baden-Württemberg
Land Deutschland Deutschland
Präsident Jan Hesthaven
Studierende 23.083 (WS 2025/26)
Mitarbeiter 10.131 (2025)
davon Professoren 424 (2025)
Jahresetat 1.223,4 Mio. € (2025)
Drittmittel: 513,8 Mio. €
Netzwerke CESAER, CLUSTER, DFH, EPICUR, EUCOR, interACT, TU9
Website kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (englisch Karlsruhe Institute of Technology), kurz KIT (Aussprache: [kʰaː.ʔiː.tʰeː]), ist eine Technische Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft. Es ist Mitglied des Universitätsverbundes TU9 und entstand 2009 als Zusammenschluss der Universität Karlsruhe (TH) mit dem Forschungszentrum Karlsruhe (bis 1995: Kernforschungszentrum Karlsruhe). Das KIT bezeichnet sich selbst als „die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft“. Das Institut befindet sich in der Karlsruher Innenstadt (Campus Süd, Campus Ost und Campus West) und auf dem Gebiet der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen im Landkreis Karlsruhe (Campus Nord) und ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Mit der Fusion der Universität und des Forschungszentrums entstand hinsichtlich des öffentlichen Budgets und der Pro-Kopf-Drittmitteleinnahmen die größte deutsche Forschungseinrichtung. Das KIT beschäftigte 2025 über 10.000 Mitarbeiter und hat ein jährliches Budget von über 1,2 Milliarden Euro, davon mehr als 500 Millionen Euro eingeworbene Drittmittel. Die Einrichtung wird 2025 in einem bibliometrischen Hochschulranking der Universität Leiden als die forschungsstärkste deutsche Universität in den Ingenieur- und Naturwissenschaften ausgewiesen. Im Nature Index 2025 steht das KIT in den Bereichen der physikalischen Wissenschaften, der Umwelt- und Erdwissenschaften sowie der Chemie ebenfalls auf dem ersten Platz der deutschen Universitäten und auf den Plätzen 67, 83 und 89 weltweit.

Das KIT gehörte ab dem Jahr 2006 zu den ersten drei deutschen Eliteuniversitäten im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Im Jahr 2019 konnte das KIT im Nachfolgewettbewerb Exzellenzstrategie als eine von 10 Universitäten sowie einem Universitätsverbund in Deutschland den Titel Exzellenzuniversität erlangen. Das KIT ist hierbei die einzige Exzellenzuniversität, die nationale Großforschung betreibt.

Am ehemaligen Hochschulteil des KIT wurde Mitte des 19. Jahrhunderts u. a. der wissenschaftliche Maschinenbau unter Ferdinand Redtenbacher begründet, was die Gründung anderer technischer Hochschulen, wie zum Beispiel der ETH Zürich im Jahre 1855, inspirierte. Im Jahr 1899 gründete Engelbert Arnold hier das Elektrotechnische Laboratorium.

Bereits zum Wintersemester 1969/70 begann das KIT als erste deutsche Universität mit der Ausbildung von Diplom-Informatikern. Im Jahr 1972 folgte die Gründung der ersten deutschen Fakultät für Informatik, 1984 wurde hier die erste außeramerikanische E-Mail empfangen. Das KIT verwaltete in den 1990er-Jahren alle .de-Top-Level-Domains, ebenso für kurze Zeit auch die chinesischen .cn-Domains. Darüber hinaus wurde vom Karlsruher Professor Karl Steinbuch der Begriff Informatik eingeführt und geprägt.

  1. Inka Krischke: Karlsruher Instituts für Technologie: Neuer Präsident am KIT. 30. September 2024, abgerufen am 1. Oktober 2024.
  2. 1 2 3 4 5 Zahlen, Daten, Fakten. Abgerufen am 20. Februar 2026.
  3. 1 2 Karlsruher Institut fuer Technologie: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft. Oktober 2025, abgerufen am 6. November 2025.
  4. Karlsruher Institut für Technologie: Standorte und Anfahrt. Abgerufen am 25. Mai 2023.
  5. Karlsruher Institut für Technologie: Das KIT – Impressum. Abgerufen am 25. Mai 2023.
  6. KIT liegt bei den Drittmitteln ganz vorne. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2022; abgerufen am 27. September 2022.
  7. Serviceportal Baden-Württemberg: Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. September 2021; abgerufen am 14. Oktober 2021.
  8. CWTS Leiden Ranking Traditional Edition 2025: Physical Sciences and Engineering. Abgerufen am 9. Januar 2025.
  9. 2025 Research Leaders: Leading academic institutions in physical sciences. Abgerufen am 13. Juni 2025.
  10. 2025 Research Leaders: Leading academic institutions in Earth & environmental sciences. Abgerufen am 14. Juni 2025.
  11. 2025 Research Leaders: Leading academic institutions in chemistry. Abgerufen am 14. Juni 2025.
  12. Erste Runde in der Exzellenzinitiative entschieden. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juli 2019; abgerufen am 22. Juli 2019.
  13. Entscheidungen in der Exzellenzstrategie: Exzellenzkommission wählt zehn Exzellenzuniversitäten und einen Exzellenzverbund aus. Pressemitteilung. 19. Juli 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juli 2019; abgerufen am 20. Juli 2019.
  14. Ferdinand Redtenbacher: Der Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  15. Informatik: Bachelor/Master (Studienleitfaden). (PDF) Abgerufen am 12. März 2020.
  16. Jubiläumsfeier – 40 Jahre Fakultät für Informatik. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  17. Kurze Geschichte der ersten deutschen Internet E-Mail. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  18. Karlsruhe: Von der Fächerstadt zur Startup-Stadt. Abgerufen am 26. Februar 2020.
  19. Mitbegründer der Informatik: Zum 100. Geburtstag von Karl Steinbuch. Abgerufen am 26. Februar 2020.