Kleinkastell Rötelsee
| Kleinkastell Rötelsee | |
|---|---|
| Limes | ORL Wp 9/128 (RLK) |
| Strecke (RLK) | Obergermanischer Limes Vorderer Limes, Strecke 9 |
| Datierung (Belegung) | spätes 2. Jahrhundert n. Chr. (oder 233 n. Chr.?) bis um 259/260 n. Chr. |
| Typ | Kleinkastell |
| Einheit | unbekannt |
| Größe | 18,5 × 18,5 m (= 0,032 ha) |
| Bauweise | Stein |
| Erhaltungszustand | Mauerstümpfe konserviert; Innenbebauung mit Betonplatten angedeutet; Graben hergerichtet |
| Ort | Welzheim |
| Geographische Lage | 48° 53′ 11,6″ N, 9° 38′ 2,1″ O |
| Höhe | 517 m ü. NHN |
| Vorhergehend | Kleinkastell Ebnisee (nördlich) |
| Anschließend | Kastelle von Welzheim (südlich) |
Das Kleinkastell Rötelsee war eine römische Fortifikation des Obergermanischen Limes, der im Jahre 2005 den Status des UNESCO-Weltkulturerbes erlangte. Das Kleinkastell wurde nahe der römischen Reichsgrenze errichtet und befindet sich heute auf der Gemarkung Welzheim, einer Stadt im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Rötelsee ist in die Typologie der provinzialrömischen Forschung eingegangen. Der Name wird heute auf alle ähnlich strukturierten Anlagen an der römischen Reichsgrenze verwendet. Herausragend war auch der Fund von Münzen aus der Zeit des Kaisers Gallienus (253–260), die den Untergang der Befestigung in die Spätzeit des Limesfalls legen.
- ↑ Andreas Thiel: Zur Funktion der Kleinkastelle am Obergermanischen Limes. In: Jahrbuch 2003/2004 des Heimat- und Altertumsvereins Heidenheim an der Brenz e. V. Heidenheim 2004, ISSN 0931-5608, S. 72f.