Kleverländisch
| Kleverländisch (Nordniederfränkisch) | ||
|---|---|---|
|
Gesprochen in |
Niederlande, Deutschland | |
| Linguistische Klassifikation |
| |
Kleverländisch, verschiedentlich (mit sprachverwandten niederländischen Idiomen zusammengefasst) auch als Nordniederfränkisch bezeichnet, ist eine Dialektgruppe innerhalb des Niederfränkischen, die zum kontinentalen westgermanischen Dialektkontinuum gehört. Es befindet sich nördlich der Uerdinger Linie und ist innerhalb Deutschlands und der Niederlande mit dem Südniederfränkischen verbunden. Mit unter wird ihm auch Ostbergisch zugerechnet, was aus aktueller germanistischer Sicht nicht mehr als zutreffend angesehen wird. Dieses bildet vielmehr von Norden nach Süden eine Interferenzzone des Ripuarischen zu den benachbarten westfälischen Dialekten.
Seit 1997 sind die in der niederländischen Provinz Limburg gesprochenen nordniederfränkischen Dialekte nach der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen in den Niederlanden als Regionalsprache anerkannt.
- ↑ Europarat: Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Siehe: Treaty No.148 - European Charter for Regional or Minority Languages und mithin Reservations and Declarations for Treaty No.148 - European Charter for Regional or Minority Languages: „The Kingdom of the Netherlands declares [...] that the principles enumerated in Part II of the Charter will be applied to the Limburger language used in the Netherlands.“
- ↑ Heinz Eickmans: Niederlande (Koninkrijk der Nederlanden), Unterkapitel Limburgisch. In: Franz Lebsanft, Monika Wingender (Hrsgg.): Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen: Ein Handbuch zur Sprachpolitik des Europarats. Walter de Gruyter, Berlin/Boston, 2012, S. 153ff., hier S. 163: „Das als Regionalsprache der Niederlande anerkannte Limburgische [...]“