Kognitive Verhaltenstherapie

Die kognitive Verhaltenstherapie (kurz: KVT) ist eine Form der Verhaltenstherapie. Sie entwickelte sich ab den 1960er Jahren aus dem Kognitivismus heraus, der eine Gegenbewegung zur behavioristischen Psychologie darstellt. Zu den Begründern und namhaftesten Vertretern der kognitiven Verhaltenstherapie zählen Albert Ellis, Aaron T. Beck und Donald Meichenbaum. Basierend auf dem Ursprungsgedanken und den Grundprinzipen der KVT gibt es heute ein weites Spektrum an indikationsspezifischen Weiterentwicklungen (bspw. für verschiedene Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen).

Kurz gefasst besteht kognitive Verhaltenstherapie darin, systematisch die Selbstbeobachtung (Introspektion) auszubilden, die der Patient braucht, um krankmachender (z. B. depressogener) kognitiver Verzerrung aus eigener Kraft gegensteuern zu können. Diese Veränderung dysfunktionaler Muster der Informationsverarbeitung bezeichnet man auch als „kognitive Umstrukturierung“ was als zentrale Technik der KVT gilt. Spezifische verhaltenstherapeutische Aspekte (wie Exposition, Verhaltensexperimente oder Aktivierung) werden mit der kognitiven Arbeit kombiniert, deswegen der Begriff der kognitiven Verhaltenstherapie.

  1. Matthias Berking, Winfried Rief: Klinische Psychologie und Psychotherapie. Band II: Therapieverfahren. Lesen, Hören, Lernen im Web (= Springer-Lehrbuch. Nr. 5024). Springer, 2012, ISBN 978-3-642-25522-9, ISSN 0937-7433, doi:10.1007/978-3-642-25523-6.