Kollusion (Ökonomie)

Unter Kollusion (lat. collusio: geheimes Einverständnis) versteht man in der Ökonomie die Koordination oder Absprache von am Markt tätigen Akteuren (z. B. Unternehmen). Kollusionen werden u. a. in der Industrieökonomie bzw. Oligopol-Theorie untersucht.

Kollusion lässt sich auch als eine Variante einer verdeckten Kooperation betrachten. Diese Einordnung kann aber auch umgekehrt erfolgen und die Übergänge der Konzepte sind meist fließend. Eine konkretere Form der Abgrenzung könnte juristisch erfolgen (vgl. Kollusion im Recht). In der Wirtschaftstheorie wird der Begriff allerdings meist im weiteren Sinne für Zusammenarbeit oder Absprache benutzt. Als Marktform steht die Kollusion auf jeden Fall dem Wettbewerb gegenüber.

  1. Stefan Bühler: Einführung in die Industrieökonomik. Springer; Auflage: 2002 (4. Oktober 2013), ISBN 978-3-540-42758-2. S. 102.
  2. Werner Pepels: Einführung in die allgemeine Betriebs- und Managementlehre. Bwv - Berliner Wissenschafts-Verlag; Auflage: 1 (15. Oktober 2011), ISBN 978-3-8305-1993-5. S. 259.