Kontaminationsnachweisgerät
Ein Kontaminationsnachweisgerät ist ein Messinstrument des Strahlenschutzes, das zur Erkennung radioaktiver Verunreinigungen an Personen, Oberflächen oder Gegenständen eingesetzt wird. Solche Geräte können Alpha‑, Beta‑ und Gammastrahlung erfassen. Für eine Messung wird der Detektor in geringem Abstand über die zu prüfende Fläche geführt; auftreffende Strahlung erzeugt elektrische Impulse, die elektronisch ausgewertet und als Zählrate, akustisches Signal oder digitale Anzeige ausgegeben werden.
Zu den Kontaminationsnachweisgeräten zählen auch stationäre Hand‑Fuß‑Überwachungssysteme, wie sie beim Verlassen von Kontrollbereichen in kerntechnischen Anlagen, Laboren oder bei Einsätzen im Bevölkerungsschutz verwendet werden. Diese Systeme prüfen automatisch Hände und Fußsohlen auf radioaktive Stoffe und tragen dazu bei, Verschleppungen aus überwachten Bereichen zu verhindern. Moderne Anlagen besitzen empfindliche Detektoren, robuste Messkammern und Dokumentationsfunktionen, um einen sicheren Betrieb sicherzustellen.
Im deutschen Zivilschutz kommen hierfür spezielle Messsysteme zum Einsatz, darunter Varianten, die für die Anforderungen der Katastrophenschutzeinheiten entwickelt wurden – etwa Geräte der Bauart CoMo‑170 ZS und ZS‑2, die insbesondere in ABC‑Zügen, CBRN‑Einheiten und Dekontaminationseinheiten genutzt werden.
- Digital anzeigendes Kontaminationsnachweisgerät, bestehend aus einem Dosisleistungsmessgerät kombiniert mit einer Kontaminationssonde
- Einfallsfenster an der Unterseite der Kontaminationssonde. Die Sonde ist ein Durchfluss-Proportionalzähler
- Digitales Kontaminationsnachweisgerät mit dünnschichtigem Plastikszintillator (170 cm²)
- Zu den Kontaminationsnachweisgeräten zählen auch stationäre Hand‑Fuß‑Überwachungssysteme, wie sie beim Verlassen von Kontrollbereichen in kerntechnischen Anlagen, Laboren oder bei Einsätzen im Bevölkerungsschutz verwendet werden.
- ↑ Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Dekontamination Personal. Abgerufen am 10. März 2026.