Kräutersammler
Kräutersammler, Wurzler, Wurzelmann bzw. Kräuterfrau oder Kräuterweibl und Krüder (plattdeutsch für „Kräuter“ oder „Kräutler“) sind alte Berufsbezeichnungen für Menschen, die in der Natur Heipflanzen (insbesondere Heilkräuter und Wurzeln) sammelten, gelegentlich auch als Rhizotom (Wurzelschneider), Wurzelgräber, Wurzelsammler, Wurzler sowie als „Wurzelsepp“ bezeichnet wurden und zum Teil auch laienärztlich tätig waren. Diese wurden zu Medizin oder Kräuterlikör verarbeitet und fanden in der Volksmedizin Anwendung.
Laborant hießen im Riesengebirge jene Leute, die Essenzen und Branntwein aus Kräutern bereiten.
- ↑ Ch. Gilow: Leitfaden zur plattdeutschen Sprache: mit besonderer Berücksichtigung der südwestlich-vorpommerschen Mundart. Selbstverlag, 1868, S. 23 (google.com [abgerufen am 18. September 2022]).
- ↑ Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 23.
- ↑ Gisela Köstler: Wurzelsepp und Kräuterweibl. Aus der Schatzkammer der alpenländischen Volksmedizin. Wien 1981.
- ↑ Thomas Gleinser: Anton Trutmanns „Arzneibuch“. Medizin-und sozialgeschichtlicher Kommentar. Philosophische Dissertation, Universität Würzburg, 1996, S. 252–253 und 264.
- ↑ Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, 1885 (google.com [abgerufen am 18. September 2022]).