Kraftwerk Datteln
| Kraftwerk Datteln | |||
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| Links die stillgelegten Altblöcke 1–3, rechts der neu gebaute Block 4 mit neuem Kühlturm (Höhe 180 Meter) | |||
| Lage | |||
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| Koordinaten | 51° 37′ 47″ N, 7° 19′ 53″ O | ||
| Land | Deutschland | ||
| Daten | |||
| Typ | Steinkohlekraftwerk | ||
| Primärenergie | Fossile Energie | ||
| Brennstoff | Steinkohle | ||
| Leistung | 1100 Megawatt (Block 4) | ||
| Eigentümer | ResInvest Group a.s. | ||
| Projektbeginn | 1950–1960 Jahre (Blöcke 1–3) 2007 (Block 4) | ||
| Betriebsaufnahme | 1964 (Block 1) 1965 (Block 2) 1969 (Block 3) 30. Mai 2020 (Block 4) | ||
| Stilllegung | Februar 2014 (Blöcke 1–3) spätestens 2038 (Block 4) | ||
| Schornsteinhöhe | 180 m | ||
Das Kraftwerk Datteln ist ein deutsches Steinkohlekraftwerk, das sich bei Datteln am Dortmund-Ems-Kanal befindet. Drei Blöcke aus den 1960er Jahren sind seit 2014 stillgelegt, der ab 2007 gebaute 1100-Megawatt-Block „Datteln 4“ ist am 30. Mai 2020 unter Protest in Betrieb gegangen.
Klagen gegen den Bebauungsplan haben die Inbetriebnahme von Block 4 um mehrere Jahre verzögert. Anfang 2017 wurde eine Sondererlaubnis zur Fertigstellung und zum Betrieb erteilt. Da das Kraftwerk effizienter ist als seine Vorgänger, wurde befürchtet, dass durch eine stärkere Auslastung zusätzliche Emissionen von 10 bis 13 Millionen Tonnen CO2 über die Laufzeit des Kraftwerks entstehen. Während das Kabinett Merkel IV im Gegenzug plante, zusätzliche Kohlekraftwerke abzuschalten, argumentierten Kritiker, dass es dennoch zu Mehremissionen kommen würde. Das Oberverwaltungsgericht NRW (OVG) hielt den Bebauungsplan der Stadt Datteln aufgrund einer fehlerhaften Standortauswahl für unwirksam; das Bundesverwaltungsgericht hob dieses Urteil auf. Da die Entscheidung den Standort, aber nicht die immissionsschutzrechtliche Genehmigung des Kraftwerks betraf, kann das Kraftwerk ohnehin weiterhin am Netz bleiben.
Das Kraftwerk gehörte bis 2025 der Uniper Kraftwerke GmbH. Nach der Verstaatlichung von Uniper im September 2022 schrieb die Europäische Kommission dem Konzern im Zuge der beihilferechtlichen Genehmigung im Dezember 2022 vor, unter anderem das Kraftwerk Datteln 4 bis Ende 2026 zu verkaufen. Im September 2025 einigte sich Uniper auf einen Verkauf an das tschechische Unternehmen ResInvest Group a.s.
- ↑ Uniper und Umweltschützer klagen wegen Datteln. In: RP Online. 22. Februar 2017, abgerufen am 23. Februar 2017.
- ↑ FAZ.net vom 12. November 2019: Deutschland bekommt ein neues Kohlekraftwerk
- ↑ FAQ: Warum durfte das Kraftwerk Datteln IV ans Netz gehen? Fragen und Antworten zum Kohleausstiegsgesetz. BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, abgerufen am 17. Juli 2020.
- ↑ Schwarzbau Datteln 4: Wie es nach dem OVG-Urteil weitergeht. BUND NRW, 1. September 2021, abgerufen am 9. August 2023.
- ↑ Catiana Krapp, Arno Schütze: Uniper muss für Milliardenhilfen Datteln 4 verkaufen. In: Handelsblatt. 22. Dezember 2022, abgerufen am 4. August 2023.
- ↑ Uniper verkauft Kohlekraftwerk an ResInvest. In: Handelsblatt. 19. September 2025, abgerufen am 5. Oktober 2025.