Fluide und kristalline Intelligenz

Das Modell der fluiden und kristallinen Intelligenz (Gf und Gc; das „G“ steht für general intelligence) geht auf Überlegungen des amerikanischen Psychologen Raymond Cattell ab 1940 zurück. Fluide Intelligenz bezieht sich auf die Fähigkeit, logisch zu denken und Probleme zu lösen. Sie umfasst Fähigkeiten wie Mustererkennung, abstraktes Denken und schnelle Anpassung an neue Situationen. Kristalline Intelligenz hingegen bezeichnet das Wissen und die Fähigkeiten, die eine Person im Laufe ihres Lebens durch Bildung und Erfahrung erworben hat. Sie umfasst Faktenwissen und Fertigkeiten wie zum Beispiel Sprachverständnis oder mathematische Problemlösung.

  1. Richard E. Brown: Hebb and Cattell: The Genesis of the Theory of Fluid and Crystallized Intelligence. In: Frontiers in Human Neuroscience. Band 10, 15. Dezember 2016, ISSN 1662-5161, S. 606, doi:10.3389/fnhum.2016.00606, PMID 28018191, PMC 5156710 (freier Volltext).
  2. Cattell, R. B. (1943). The measurement of adult intelligence. Psychological Bulletin, 40(3), 153–193. doi:10.1037/h0059973
  3. R. B. Cattell: Abilities: Their structure, growth, and action. Houghton Mifflin, New York 1971, ISBN 0-395-04275-5.