Kurdenaufstand in Iran 1979–1983

Kurdenaufstand in Iran 1979

Kurdengebiete in Iran
Datum 1979–1983
Ort Iranisch-Kurdistan, Nordirak
Ausgang Sieg der Iranischen Streitkräfte
Konfliktparteien

Iran Iran

Demokratische Partei Kurdistan-Iran
Komala
Volksfedajin-Guerilla Iran
Organisation der Fedajin (Minderheit)
Sipay Rizgari
Unterstützt von:
Irak Irak

Befehlshaber

Ruhollah Chomeini

Abdul Rahman Ghassemlou

Truppenstärke

ca. 5.000 Revolutionsgardisten (August 1979)
200.000 (1982)

ca. 100.000 Rebellen (August 1979)

10.000 Tote

200.000 Vertriebene

Der Kurdenaufstand in Iran 1979–1983 war ein Aufstand der iranischen Kurden gegen die neue revolutionäre Regierung von Ayatollah Chomeini. Zum Aufstand kam es, nachdem die Hoffnungen der Kurden auf eine stärkere Autonomie und Selbstbestimmung nach der Islamischen Revolution im Februar 1979 enttäuscht wurden. Angeführt wurde der Aufstand von der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPK-I) und der Komalah. Kurdische Kämpfer, vor allem von der DPK-I, machten zunächst Gebietsgewinne in Mahabad und verdrängten vorübergehend iranische Truppen aus den Kurdengebieten, doch eine Großoffensive des Korps der Islamischen Revolutionsgarde und der iranischen Streitkräfte im Frühjahr 1980 brachte die iranischen Kurdengebiete wieder unter Kontrolle der Regierung. Nach dem Beginn des Iran-Irak-Kriegs im September 1980 erhielten die iranischen Kurden auch Unterstützung von Saddam Husseins Irakern, welche versuchten, das Nachbarland zu destabilisieren. Bis 1981 hatten die iranische Polizei und die Revolutionsgarde die kurdischen Kämpfer aus ihren Hochburgen vertrieben, aber kleine Guerillagruppen verübten weiterhin sporadische Angriffe. Die bewaffneten Zusammenstöße in der Region dauerten bis 1983 an.

Im Verlauf der Rebellion wurden etwa 10.000 Menschen getötet, darunter 1.200 kurdische politische Gefangene, die von der iranischen Regierung hingerichtet wurden. 200.000 Menschen wurden durch den Konflikt vertrieben. Nach der Ermordung des DPK-I Führers Abdul Rahman Ghassemlou durch den iranischen Geheimdienst in Wien kam es 1989 zu einem erneuten Aufflammen des Konflikts.

  1. Aufstand im Iran: Warum der Motor der Bewegung in Kurdistan liegt. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 3. Juni 2024]).
  2. 22. Iran/Kurds (1943-present). Abgerufen am 6. Juni 2024 (amerikanisches Englisch).