Kurt A. Körber
Kurt Adolf Körber (* 7. September 1909 in Berlin; † 10. August 1992 in Hamburg) war ein deutscher Unternehmer im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus. 1946 gründete er die Hauni Maschinenfabrik in Hamburg-Bergedorf (jetzt: Körber Technologies GmbH), die vor allem mit der Herstellung von Maschinen für die Fabrikation von Filterzigaretten bekannt geworden ist. Das Unternehmen ist heute Teil der Körber AG, eines international agierenden Maschinenbaukonzerns. Körber gilt als eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik und übertrug mit der Körber-Stiftung seinen unternehmerischen Gestaltungswillen auf die Gesellschaft.
Wegen seiner Tätigkeit in der Kriegswirtschaft im Dritten Reich zuletzt als Technischer Direktor der Universelle-Werke J. C. Müller & Co., eines der wichtigsten Rüstungsbetriebe in Dresden, und seiner Mitgliedschaft in der NSDAP zählt Körber heute für Historiker zum Personenkreis der NS-Belasteten.
- ↑ Josef Schmid, Frank Bajohr: Gewöhnlicher unternehmerischer Opportunismus? Kurt A. Körber und die Dresdner »Universelle« im Nationalsozialismus. In: Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (Hrsg.): Zeitgeschichte in Hamburg. 1. Auflage. Band 2011. Hamburg 2012, S. 73–101 (zeitgeschichte-hamburg.de [PDF; 2,1 MB; abgerufen am 2. Mai 2021]): „Insofern ist Vorsicht geboten bei den von Körber selbst angebotenen Motiven seines Handelns sowie bei zahlreichen Details, die ihn wohl in ein besseres Licht rücken sollten. Vielmehr wurde bereits direkt nach Kriegsende offensichtlich, was zuvor zur tiefen Verstrickung Körbers in die NS-Kriegswirtschaft wie zur Affinität gegenüber dem NS-Regime geführt hatte: Sein starker unternehmerischer Tatendrang.“