Kværner-Verfahren
Das Kværner-Verfahren ist eine in den 1980er Jahren von dem gleichnamigen norwegischen Unternehmen Kværner ASA entwickelte Methode der Wasserstoffherstellung aus Kohlenwasserstoffen (CnHm) wie beispielsweise Methan, Erdgas, Biogas oder auch Schweröl. Anders als bei anderen Methoden der Wasserstoffherstellung aus fossilen Brennstoffen fällt der abgetrennte Kohlenstoff bei dem Verfahren nicht als Gas, sondern als Festkörper an, der vergleichsweise unkompliziert entweder stofflich verwertet werden (Carbon Capture and Utilization) oder dauerhaft gelagert werden kann (Carbon Capture and Storage). Wenn die thermische Energie für den Prozess aus erneuerbaren Energiequellen stammt und der Kohlenstoff dauerhaft nicht verbrannt wird, spricht man von türkisem Wasserstoff.
- ↑ Christopher Müller-Braun: Inbetriebnahme einer Testanlage und experimentelle Untersuchung zur katalytischen Dehydrierung ausgewählter Komponenten von Kerosin für die Wasserstofferzeugung im Flugzeug. Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Juli 2012, abgerufen am 16. September 2019 (Kapitel 1.2.5).