LNER-Klasse A3

LNER-Klassen A1 und A3

Lokomotive LNER A3 Flying Scotsman im Zustand um 1959
Lokomotive(n)A1A3
Nummerierung
GNR:1470–1481
LNER:4470–4481
2543–2582
2500–2508
2595–2599
2743–2752
2795–2797
BR:60102–60112
60044–60054
60035–60043
60084–60101
Technische Daten
Anzahl:5227 Neubau +
51 umgebaute A1
Hersteller:GNR-Werkstätte
Doncaster (32)
NBL (20)
GNR-Werkstätte
Doncaster (27)
Baujahr(e):1922–19251928–1935
Ausmusterung:Umbau in A3:
1927–1948
1959–1966
Bauart:2’C1’ h3
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer:21.466 mm (70 ft 518 in)
Länge Lok alleine 13.392 mm (43 ft 1114 in)
Breite:2743 mm (9 ft)
Höhe:3987 mm (13 ft 1 in)
Fester Radstand:4420 mm (14 ft 6 in)
Radstand Lok alleine:10.896 mm (35 ft 9 in)
Gesamtradstand:18.558 mm (60 ft 1058 in)
Dienstmasse Lok alleine:93,9 t97,8 t
Dienstmasse mit
Standard-Tender:
150,5 t155,0 t
Reibungsmasse:60,9 t67,2 t
Radsatzfahrmasse: 20,0 t 22,4 t
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Rekord: 174 km/h
Indizierte Leistung 1270 kW
(1700 hp)
Anfahrzugkraft:
bei 85 % max. Kesseldruck
133 kN
(29.835 lbf)
146 kN
(32.909 lbf)
Kuppelraddurchmesser:2032 mm (6 ft 8 in)
Laufraddurchmesser:vorn: 965 mm (3 ft 2 in)
hinten: 1018 mm (3 ft 8 in)
Steuerungsart:Außenzylinder: Walschaerts
Innenzylinder:
konjugierte Steuerung von Grisley
Zylinderdurchmesser:508 mm (20 in) 483 mm (19 in)
Kolbenhub:660 mm (26 in)
Kessel-Zeichnung:Nr. 94Nr. 94A
Kesselüberdruck:12,4 bar
(180 lbf sq in)
15,2 bar
(220 lbf sq in)
Rostfläche:3,83 m²
Strahlungsheizfläche:20,0 m²
Verdampfungsheizfläche:272,2 m² 250,1 m²
Überhitzerfläche:48,8 m²65,3 m²
Kesseldurchmesser:1956 mm
Schlepptender Standardtender Korridortender
Leermasse: 26,8 t 31,6 t
Dienstmasse 57,2 t 63,4 t
Brennstoffvorrat:8,1 t Kohle 9,1 t Kohle
Wasservorrat:18,9 m³ 22,7 m³

Die Klasse A3 der britischen London and North Eastern Railway (LNER) ist eine Baureihe von Schlepptenderlokomotiven für Schnellzüge mit der Achsfolge 2’C1’ Pacific und Dreizylinder-Triebwerk. Der Entwurf stammte von Sir Nigel Gresley, Chief Mechanical Engineer der LNER. Die ersten 52 Lokomotiven wurden zwischen 1922 und 1925 als Klasse A1 abgeliefert, jedoch ab 1927 schrittweise in Lokomotiven der Klasse A3 umgebaut, indem sie neue, leistungsfähigere Kessel erhielten.

Bis 1935 folgten weitere 27 Lokomotiven der Klasse A3 als Neubauten. Sie bespannten bis Ende der 1950er Jahre die hochwertigen Schnellzüge im Netz der LNER, die 1948 in die British Railways (BR) eingegliedert wurde. Die Lokomotiven wurden hauptsächlich auf der East Coast Main Line (ECML) zwischen London und Edinburgh eingesetzt, wo teilweise Züge ohne Zwischenhalte verkehrten.

Zwischen 1958 und 1966 wurden alle Lokomotiven ausgemustert. Die bekannteste und zugleich einzige erhaltene Lokomotive der Klasse ist die Nr. 4472 Flying Scotsman, die als erste britische Lokomotive offiziell schneller als 100 Meilen pro Stunde (160,9 km/h) fuhr.

  1. O. S. (Oswald Stevens) Nock: The Gresley Pacifics. S. 38 (archive.org).
  2. O. S. (Oswald Stevens) Nock: The Gresley Pacifics. S. 116 (archive.org).
  3. The History of Flying Scotsman. National Railway Museum, archiviert vom Original am 12. Dezember 2024; abgerufen am 21. Dezember 2024 (englisch).