Lager Heuberg
| Lager Heuberg | |||
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Lager Heuberg auf einer Postkarte von 1914 | |||
| Land | Deutschland | ||
| Gemeinde | Stetten am kalten Markt | ||
| Koordinaten: | 48° 7′ 49″ N, 9° 4′ 18″ O | ||
| Eröffnet | 1912 bis 1916 | ||
| Stationierte Truppenteile | |||
| Bundeswehrfeuerwehr Feuerwehrschule der Bundeswehr 14./Heimatschutzregiment 1 5./Jägerbataillon 292 Panzerpionierkompanie 550 Sanitätsstaffel Einsatz Schule ABC-Abwehr TrÜbPl-Kommandantur Heuberg |
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| Alte Kasernennamen | |||
| 1914–1945 1945–1997 |
Barackenlager Quartier de Reboul |
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| Ehemals stationierte Truppenteile | |||
| Fallschirmjägerbataillon 271 Fallschirmjägerbataillon 291 Panzerbataillon 294 Base aérienne 520 3ᵉ régiment de dragons Gendarmerie 5ᵉ régiment de hussards 730ᵉ Groupe de Munition 6/3 Groupement de Réparation de Division Blindée Bersaglieri-Division „Italia“ Bewährungseinheit 999 650. Infanterie-Division Legion Freies Indien Reichsarbeitsdienst Russische Befreiungsarmee Vichy-Miliz 29. Waffen-Grenadier-Division der SS Winterkampfschule WK V weitere Verbände der Wehrmacht weitere Verbände der Waffen-SS 25. Reserve-Division XIV. (Badisches) Armee-Korps |
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Lage des Lager Heubergs in Baden-Württemberg | |||
Das Lager Heuberg ist der älteste Teil der militärischen Anlagen des heutigen Bundeswehr-Standortes Stetten am kalten Markt südlich des Truppenübungsplatzes Heuberg (Baden-Württemberg). Es liegt auf dem Großen Heuberg, einer Hochfläche der Schwäbischen Alb, und dient in erster Linie der Unterbringung übender Truppen. Direkt westlich angrenzend wurde 1966 die damals neuerbaute Alb-Kaserne angegliedert.
Traurige Berühmtheit erlangte das Lager Heuberg, weil am 20. März 1933 dort das Konzentrationslager Heuberg eingerichtet wurde, das wohl erste Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Das Konzentrationslager Dachau, das die ersten Häftlinge am 22. März 1933 zugewiesen bekam, gilt oft fälschlicherweise als das erste Konzentrationslager.
Der Truppenübungsplatz und das Lager Heuberg bei Stetten am kalten Markt waren seit ihrer Errichtung im wilhelminischen Kaiserreich stets ein Spiegelbild der deutschen Geschichte. So waren vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg Einheiten der Badischen Armee und der Reichswehr im Lager Heuberg stationiert. Während der NS-Zeit waren neben dem eingerichteten Konzentrationslager und einem Reichsarbeitsdienstlager Einheiten der Sturmabteilung (SA) und der Schutzstaffel (SS) sowie während des Zweiten Weltkriegs Einheiten der Wehrmacht, der Waffen-SS und verbündeter Länder (Italien, französisches Vichy-Regime) vor Ort. In der Nachkriegszeit und der späteren Bundesrepublik Deutschland folgten Einheiten der Französischen Armee und der Bundeswehr. Zudem waren US-Atomwaffen in der Nähe stationiert.
Die Kasernenanlagen, der Standort- sowie der Truppenübungsplatz Heuberg umfassen 4780 Hektar, wovon 1620 Hektar auf die Gemarkung Stetten am kalten Markt entfallen. Auf die beiden Liegenschaften des Standortes Stetten am kalten Markt – Alb-Kaserne und Lager Heuberg – entfallen 141,8 Hektar.
- ↑ Gerd Feuerstein: Die Opfer nicht vergessen. SPD-Bundestagskandidatin legt Blumen am Mahnmal beim Truppenübungsplatz nieder. In: Südkurier vom 19. November 2008.
- ↑ Truppenübungsplatz Heuberg. (PDF) Truppenübungsplatzkommandantur Heuberg, abgerufen am 1. Dezember 2023.
- ↑ Standortprofil Stetten a.k.M. (PDF; 3,2 MB), Mai 2007
- ↑ Gesamtfläche 1.417.564 m²