Waffen-SS
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Waffen-SS | |
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| Aktiv | 1940–1945 |
| Staat | Deutsches Reich |
| Streitkräfte | Waffen-SS |
| Teilstreitkraft | Landstreitkräfte, dem Oberkommando des Heeres (OKH) unterstellt |
| Truppengattung | Panzer, Panzergrenadiere, Infanterie, Gebirgsjäger, Kavallerie, Fallschirmjäger, Artillerie und sogenannte SS-Sonderverbände/SS-Jagdverbände |
| Gliederung |
38 Divisionen |
| Stärke | 915.000 Mann (Gesamtstärke bis 1945) |
| Motto | Meine Ehre heißt Treue |
| Farben | siehe Waffenfarben (Waffen-SS) |
| Schlachten | Zweiter Weltkrieg |
| Waffen-SS | |
| Oberkommando | SS-Führungshauptamt, Berlin |
| Reichsführer SS | Heinrich Himmler (1929–1945) |
| Ehemalige Kommandeure |
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| Insignien | |
| doppelte Siegrune | |
Der Oberbegriff Waffen-SS wurde im Zuge der Vorbereitungen zur Schaffung eines zentralen Ergänzungsamtes und SS-Ergänzungsstellen in allen Wehrkreisen im November 1939 als neue Sammelbezeichnung für die schon früher aufgestellten bewaffneten SS-Einheiten der nationalsozialistischen SS erstmals verwendet. Der Waffen-SS gehörten sowohl Kampfverbände als auch die Wachmannschaften der Konzentrationslager an, die Wachmannschaften wurden von den Totenkopf-Wachsturmbannen und den ersten drei SS-Totenkopfstandarten gestellt. Die als „Polizeiverstärkung“ aufgestellten Totenkopfstandarten wurden 1941 in die Waffen-SS überführt, wobei die meisten von diesen als reguläre SS-Infanterie-Regimenter in SS-Divisionen eingegliedert wurden. Dort wurde nur noch den Regimentern der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“, den Angehörigen der IKL und den Wachverbänden der Konzentrationslager sowie deren Ersatzverbänden erlaubt, weitherhin den Kragenspiegel mit dem Totenkopf zu tragen. Es gab jedoch einen regen Personalaustausch zwischen den die KZ bewachenden Totenkopfverbänden, der „Totenkopf“-Division, und weiteren Verbänden der Waffen-SS.
Ihre Kampfverbände wurden im Zweiten Weltkrieg dem Oberbefehl der Wehrmacht unterstellt, kämpften an der Front und wurden zur Sicherung der okkupierten Gebiete gegen Widerstandskämpfer eingesetzt. Einige Divisionen der Waffen-SS gehörten zumindest phasenweise zu den kampfkräftigsten Verbänden der deutschen Streitkräfte. Aufgrund ihrer Beteiligung am Holocaust, am Völkermord an den Sinti und Roma und an zahlreichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die zivile Bevölkerung wurde sie 1946 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vom Internationalen Militärgerichtshof zur verbrecherischen Organisation erklärt. In Deutschland sind die Verbreitung von Propagandamaterial und die Verwendung von Kennzeichen der SS strafbar (§§ 86 und 86a StGB).
- ↑ René Rohrkamp, Weltanschaulich gefestigte Kämpfer: Die Soldaten der Waffen-SS 1933 – 1945, Paderborn 2010, Seite 269f
- ↑ Der Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Inneren: SS-Befehl, Betreff: „Feldgraue Uniform der Waffen-SS, der Sicherheitspolizei und des SD“, I. Waffen-SS, Ziffer 7, Berlin, den 10. Mai 1940.
- ↑ Hans Buchheim: Anatomie des SS-Staats. Bd. 1: Die SS – Das Herrschaftsinstrument. Befehl und Gehorsam. München 1967, S. 179.