Landgrafschaft Burgund


Territorium im Heiligen Römischen Reich
Landgrafschaft Burgund (1406/08–1798)
Wappen
Karte
Karte der Landgrafschaft Burgund im 14./15. Jahrhundert
Entstanden aus Grafschaft Buchegg (bis 1313)
Grafschaft Neu-Kyburg (bis 1406)
Herrschaftsform Republik (Stadt und Republik Bern)
Herrscher/
Regierung
Schultheiss von Bern
Heutige Region/en CH-BE
Reichskreis kreisfrei
Konfession/
Religionen
bis 1528: römisch-katholisch, danach: evangelisch-reformiert
Sprache/n Deutsch
Aufgegangen in Reichsexemption 1648, nach 1798: Kanton Bern

Die Landgrafschaft Burgund umfasste ab dem 13. Jahrhundert das Gebiet rechts der mittleren Aare, von Thun bis Aarwangen. Inhaber des Landgrafenamtes waren zuerst die Grafen von Buchegg, dann die von Neu-Kyburg, bevor das Amt nach deren Aussterben an die Stadt Bern übertragen wurde. Für die Landgrafschaft Burgund wurde in der historischen Forschung zeitweise auch der Name Klein-Burgund (lateinisch Burgundia minor) verwendet, der im 16. Jahrhundert von Aegidius Tschudi erfunden worden war, der jedoch keinen zeitgenössisch mittelalterlichen Begriff darstellte.

  1. Anne-Marie Dubler: Die Region Oberaargau. Entstehung, Begriff und Umfang im Wandel der Zeit. In: Jahrbuch des Oberaargaus. Band 44. Merkur Druck, Langenthal 2001, S. 74114 (Digitalisat bei digibern.ch [PDF; abgerufen am 10. Januar 2014] „Der Name der Landgrafschaft ist «Burgund»; keine einzige urkundliche Quelle bringt einen anderen Namen. Der fast unausrottbare Begriff «Kleinburgund», auch wenn von namhaften Historikern wie Richard Feller rege benützt, ist falsch.“ Anmerkung 11, S. 111).