Landverbrauch

Der Begriff Landverbrauch beschreibt die globalen Auswirkungen menschlichen Handelns auf das Erdsystem bei der Landnutzung. Industrieländer verbrauchen durch ihren Konsum mehr Land, als ihnen zusteht. In Diskussionen um Themen wie Tierhaltung, Fleischkonsum, Ökobilanz, CO2-Bilanz oder Entwaldung wird der Begriff häufig verwendet. Landverbrauch ist mit dem Konzept des ökologischen Fußabdrucks (Global Footprint) verbunden, wonach dem Lebensstil eines Menschen ein biologisch produktiver Anteil der Erdoberfläche zuzurechnen ist. Der Fußabdruck der Europäischen Union liegt bei 6,4 Millionen km², das ist eineinhalbmal so viel wie die Fläche des europäischen Kontinents.

Landverbrauch entsteht durch die Aufnahme von Landnutzung in Naturlandschaften oder durch die Intensivierung von Landnutzung. Beides ist in der Regel mit einem Verlust an Biodiversität verbunden.

Die Abgrenzung zum Begriff Flächenverbrauch ist oft schwierig (siehe unten), dieser beschreibt mehr das Problem der Versiegelung durch Bautätigkeit in Industrieländern und kann somit als ein Teilbereich des Landverbrauchs verstanden werden.

  1. Kein Land in Sicht. (PDF; 6 MB) Wie viel Land benötigt Europa weltweit zur Deckung seines hohen Konsums. Global 2000, Friends of the Earth, SERI, REdUSE, 20. Februar 2013, S. 3, abgerufen am 17. August 2025.
  2. Europas Hunger nach Land. Friends of the Earth Europe, August 2015, abgerufen am 16. Mai 2021.
  3. Landnutzung und Biodiversität. Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, abgerufen am 17. August 2025.