Larve (Maske)

Die Larve (aus lateinisch larvaGespenst“) oder Scheme (von althochdeutsch scema, „hölzerne Maske“) bezeichnet in Österreich, der deutschsprachigen Schweiz, im süddeutschen Raum und in der Oberlausitz eine oft aus Holz oder kaschiertem Papier gefertigte Maske, die zur Fastnacht getragen wird.

In der Theaterwissenschaft wird als Larve auch die von einem Darsteller auf dem Gesicht getragene Maske bezeichnet, beispielsweise die im japanischen Nō-Theater zur Darstellung des Tengu verwendete Ō-beshimi (大癋見).

Abgeleitet von der Larve ist der Begriff des „Entlarvens“, welcher ursprünglich eine Metapher für das Demaskieren war.

  1. 931. Larve. Maske. auf Wörterbuch Synonyme: Larve. Maske – Textlog.de. Abgerufen am 25. Februar 2014.
  2. Vgl. auch mittelhochdeutsch scheme für ‚Verdunklung, Trübung der Augenlinse‘. Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben. Niemeyer, Tübingen 2003 (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 396 (schëme m.).
  3. Etymologie scheme mhd. (Memento des Originals vom 3. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf Kreuzdenker, Etymologie: scheme – Heinrich Tischner. Abgerufen am 27. Februar 2014.
  4. Tom Grigull: Leipziger Larven und die Masken des japanischen Nô-Theaters. auf wissens-werk.de. Abgerufen am 20. Juli 2022.