Lebenshaltungskosten

Lebenshaltungskosten sind in der Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsstatistik Ausgaben der Privathaushalte für die Lebensführung. Auch wenn sie so heißen, sind Lebenshaltungskosten keine Kosten im wirtschaftswissenschaftlichen Sinne, da sie nicht unmittelbar durch den Einsatz von Produktionsfaktoren entstehen. Es handelt sich vielmehr um diejenigen Ausgaben, die ein Privathaushalt im Rahmen seines Einkommens bei ordnungsmäßiger Wirtschaftsführung für Ernährung, Wohnung, Heizung, Verkehrsmittel und kulturelle Bedürfnisse aufbringen muss. Als Ausgaben wirken sie sich daher auf die private Liquiditätsrechnung aus.

  1. Reinhold Sellien/Helmut Sellien (Hrsg.), Gablers Wirtschafts-Lexikon, Band 1, 1980, Sp. 60