Leges Valeriae Horatiae

Ausweislich antiker Quellen sollen die leges Valeriae Horatiae ein frührepublikanisches Gesetzesbündel der Konsuln Lucius Valerius Poplicola Potitus und Marcus Horatius Barbatus aus dem Jahr 449 v. Chr. gewesen sein. Regelungsgegenstand war demnach Staatsrecht. Eine kritische Würdigung der Quellen legt allerdings Zweifel nahe, sowohl in Bezug auf den Entstehungszeitpunkt, als auch zu den Inhalten der Vorschriften.

Nach Auskunft des Geschichtsschreibers Livius sollen die Gesetze im Nachgang zu den vielfach beschriebenen politischen Ereignissen des erfolgreichen zweiten Generalstreiks, die secessio plebis auf den Aventin, entstanden sein. Die Quellen weisen darauf hin, dass sie der Annahme des Zwölftafelgesetzes vorausgingen und für die Abschaffung des Decemvirats sowie die Wiederherstellung des Volkstribunats sorgten.

  1. Livius 3, 50–54; Dionysios von Halikarnassos XI 43–44; Florus I 17; De viris illustribus urbis Romae 21.