Leonard Nelson
Leonard Nelson (* 11. Juli 1882 in Berlin; † 29. Oktober 1927 in Göttingen) war ein pädagogisch und politisch engagierter deutscher Sozialist, kritischer Philosoph, Mathematiker und Autor mit den Arbeitsschwerpunkten Logik und Ethik.
Er gehörte zur neofriesischen Schule (benannt nach dem nachkantischen Philosophen Jakob Friedrich Fries) des Neokantianismus und war ein Freund des Mathematikers David Hilbert. Zusammen mit Kurt Grelling entwickelte er 1908 die Grelling-Nelson-Antinomie.
Nelson wurde sowohl in der Philosophie als auch in der Mathematik einflussreich, da seine engen Kontakte zu Wissenschaftlern und Mathematikern, deren Ideen beeinflussten. Obwohl er früher als viele seiner Freunde und Mitarbeiter starb, lebte der von ihm mitgegründete Internationale Sozialistische Kampfbund (ISK) auch nach seinem Tod weiter, selbst nach dessen Verbot durch das Nazi-Regime im Jahr 1933.
Ihm wird auch die Popularisierung der sokratischen Methode in seinem Buch Die sokratische Methode zugeschrieben.
- ↑ Leonard Nelson: Gesammelte Schriften III. Die kritische Methode in ihrer Bedeutung für die Wissenschaften. Felix Meiner, Hamburg 1974, ISBN 3-7873-0222-0, S. 95–127 (Ebenfalls publiziert in Grelling, K.; Nelson, L. (1908). "Bemerkungen zu den Paradoxien von Russell und Burali-Forti". Abhandlungen der Fries’schen Schule II. Göttingen. Seiten 301–334.).
- ↑ Leonard Nelson: Die sokratische Methode. In: allerart.de. Verlag „öffentliches Leben“, 1931, abgerufen am 26. März 2022.