Litze (Elektrotechnik)
Die Litze (englisch stranded wire) ist in der Elektrotechnik ein aus dünnen Einzeldrähten bestehender und daher leicht zu biegender elektrischer Leiter, überwiegend aus Kupfer. Fachsprachlich bezeichnen u. a. elektrotechnische Normen (z. B. IEC 60228 / VDE 0295)
- weniger flexible Litzen als „feindrähtig“
- hochflexible Litzen als „feinstdrähtig“.
Bei Hochfrequenzlitzen (HF-Litze) und bei Starkstromleitungen (Milliken-Leiter) sind die Einzeldrähte voneinander durch eine Lackschicht oder Oxydschicht isoliert. Sie sind so verseilt, dass sie entlang der Leitung ständig die Position von innen nach außen wechseln. Dadurch kann der Einfluss des Skin-Effekts (Stromverdrängung) verringert werden. Ohne diese isolierte Aufteilung wird der Strom mit steigender Frequenz zunehmend nur im Randbereich des Leiters transportiert, weshalb der Widerstand und die Leitungsverluste steigen.
Entlötlitze ist ein flussmittelgetränktes Geflecht zum Aufsaugen überflüssigen Lötzinns durch Kapillarwirkung.