Lobuläres Karzinom in situ

Klassifikation nach ICD-10
D05.0 Lobuläres Carcinoma in situ der Brustdrüse
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das lobuläre Karzinom in situ (englisch lobular carcinoma in situ, LCIS, häufig auch lateinisch Carcinoma lobulare in situ, CLIS oder Lobuläre Neoplasie, LN bzw. Lobuläre intraepitheliale Neoplasie, LIN) ist eine Wucherung neoplastischer Zellen in den Läppchen der Brustdrüse, die auf die Milchgänge übergreifen kann. Es handelt sich um ein nicht invasives (nicht in umliegendes Gewebe einwachsendes) Karzinom der weiblichen Brust. Obwohl sich das LCIS an „Ort und Stelle“ (in situ) befindet, kann es sich zu einem invasiven Mammakarzinom entwickeln. Das lobuläre Karzinom in situ ist somit ein Risikofaktor für die Entstehung von Brustkrebs.

Das LCIS tritt in etwa 46 bis 85 Prozent aller Fälle multizentrisch (an mehreren unterschiedlichen Stellen der Brust), in etwa 30 bis 67 Prozent aller Fälle bilateral (beidseitig) und eher vor, als nach der Menopause auf.

  1. S3-Leitlinie Mammakarzinom der Dt. Krebsgesellschaft (Memento vom 18. Januar 2012 im Internet Archive) (PDF; 1,7 MB) S. 27.