Luftsicherheitsgesetz
| Basisdaten | |
|---|---|
| Titel: | Luftsicherheitsgesetz |
| Abkürzung: | LuftSiG |
| Art: | Bundesgesetz |
| Geltungsbereich: | Bundesrepublik Deutschland |
| Rechtsmaterie: | Luftverkehrsrecht, Gefahrenabwehrrecht |
| Fundstellennachweis: | 96-14 |
| Erlassen am: | 11. Januar 2005 (BGBl. I S. 78) |
| Inkrafttreten am: | 15. Januar 2005 |
| Letzte Änderung durch: | Art. 1 G vom 11. März 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 68 vom 16. März 2026) |
| Inkrafttreten der letzten Änderung: |
17. März 2026 (Art. 2 G vom 11. März 2026) |
| GESTA: | B075 |
| Weblink: | Text des LuftSiG |
| Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten. | |
Das Luftsicherheitsgesetz ist ein deutsches Bundesgesetz, das Flugzeugentführungen, terroristische Anschläge auf den Luftverkehr und Sabotageakte gegen ihn verhindern und dadurch die Luftsicherheit erhöhen soll.
Am 15. Februar 2006 entschied das Bundesverfassungsgericht:
- Die Ermächtigung der Streitkräfte, gemäß § 14 Abs. 3 des Luftsicherheitsgesetzes durch unmittelbare Einwirkung mit Waffengewalt ein Luftfahrzeug abzuschießen, das gegen das Leben von Menschen eingesetzt werden soll, ist mit dem Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG in Verbindung mit der Menschenwürdegarantie des Art. 1 Abs. 1 GG nicht vereinbar, soweit davon tatunbeteiligte Menschen an Bord des Luftfahrzeugs betroffen werden.
- ↑ 1. Senat Bundesverfassungsgericht: Bundesverfassungsgericht – Entscheidungen – Nichtigkeit der Abschussermächtigung im Luftsicherheitsgesetz: fehlende Gesetzgebungsbefugnis des Bundes für einen Einsatz der Streitkräfte mit spezifisch militärischen Waffen bei der Bekämpfung von Naturkatastrophen und besonders schweren Unglücksfällen – LuftSiG § 14 Abs 3 mit dem Recht auf Leben iVm der Menschenwürdegarantie unvereinbar, soweit von dem Einsatz der Waffengewalt tatunbeteiligte Menschen an Bord des Luftfahrzeugs betroffen werden. 15. Februar 2006, abgerufen am 31. August 2022.