Lungenkampfstoff

Lungenkampfstoff ist eine Sammelbezeichnung einer Kampfstoffklasse, deren Wirkung auf eine Schädigung der Atmungsorgane, insbesondere der Lunge, zielt. Lungenkampfstoffe sind die ältesten chemischen Waffen im Sinne von Substanzen, die aufgrund ihrer Giftwirkung als Waffe eingesetzt werden.

Das einfachste und billigste, das Chlor, erfüllt aufgrund des unsicheren Blasverfahrens nicht mehr die Anforderungen, die an eine chemische Waffe gestellt werden. Militärische Bedeutung haben nach wie vor die Substanzen Phosgen, Diphosgen (Perstoff) und Chlorpikrin (Klop).

Berüchtigt wurden sie durch den Ersten Weltkrieg. In Deutschland vor allem unter der Bezeichnung „Grünkreuz“, die auf die Granaten, die das Deutsche Heer eingesetzt hat, zurückgeht. Der Begriff Grünkreuz steht aber nicht synonym für Lungenkampfstoffe, sondern bezeichnet lediglich die im Ersten Weltkrieg von deutscher Seite eingesetzten Kampfstoffe bzw. Granaten.

Der Einsatz von „Grünkreuz“ durch die russische Armee im Krieg gegen die Ukraine wird vom deutschen Auslandsgeheimdienst, dem niederländischen Militärnachrichtendienst MIVD und dem niederländischen Nachrichtendienst AIVD berichtet.

  1. Westen: Russland verstärkt Einsatz von Chemiewaffen in: orf.at vom 4. Juli 2025, abgerufen am 5. Juli 2025.