Lurianische Kabbala
Die lurianische Kabbala ist eine einflussreiche Strömung der jüdischen Mystik, die im 16. Jahrhundert in Safed (Galiläa) entstand. Sie geht auf die Lehren des Kabbalisten Isaak Luria (1534–1572), auch bekannt als Ha-Ari, zurück und prägte die spätere Entwicklung der Kabbala nachhaltig. Er war Schüler von Moses Cordovero.
Die Lehren Isaak Lurias wurden überwiegend mündlich vermittelt und nach seinem frühen Tod von Schülern, insbesondere Chaim Vital, systematisiert und verschriftlicht. Durch diese Textsammlungen verbreitete sich die lurianische Kabbala rasch in anderen jüdischen Gemeinden des Osmanischen Reiches sowie in Europa und prägte nachhaltig das religiöse Denken der frühen Neuzeit. Als direkte Schüler Isaak Lurias gelten neben Chaim Vital, insbesondere Josef ibn Tabul, weitere Anhänger aus seinem unmittelbaren Umfeld waren Gedaliah ben Abraham und Samuel ben Isaak.
- ↑ Wilhelm Bacher: Abraham (ben Gedaliah) ben Asher (= ABA). Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com
- ↑ Wilhelm Bacher, Isaac Broydé: Samuel ben Isaac of Uceda. Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com