Münster St. Maria und Markus (Reichenau-Mittelzell)
Das Münster St. Maria und Markus ist die romanische ehemalige Klosterkirche des Klosters Reichenau und heutige katholische Pfarrkirche im Ortsteil Mittelzell auf der Insel Reichenau im Bodensee (Untersee). Dieses Münster war die Abteikirche der bedeutenden Benediktinerabtei (lateinisch Monasterium Augiensis) und ist die größte der drei romanischen Kirchen auf der Insel.
Anlässlich der 1.300-Jahr-Feier des Klosters erhob Papst Franziskus das Münster im April 2024 zur Basilica minor. Seit 2000 gehört die Klosterinsel Reichenau mitsamt dem Münster zum Weltkulturerbe der UNESCO; 2003 wurden zudem zehn Hauptwerke der Reichenauer Handschriften als „kulturgeschichtlich einzigartige Dokumente, die exemplarisch das kollektive Gedächtnis der Menschheit repräsentieren“, zum UNESCO-Weltdokumentenerbe hinzugefügt. Zum 1.300-jährigen Jubiläum zeigte die Große Landesausstellung Baden-Württemberg 2024 unter dem Titel Welterbe des Mittelalters von April bis Oktober 2024 Handschriften und weitere Zeugnisse von der Insel im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg in Konstanz am Bodensee sowie auf der Reichenau selbst. Für das Reichenauer Münster hat eine Bürger-Projektgruppe in Fortsetzung des Reichenauer Verbrüderungsbuches von 824 das „Reichenauer Buch der Verbundenheit 2024“ geschaffen.
- ↑ zum Erzbistum Freiburg
- ↑ D: Papst erhebt Münster von Reichenau zur „Basilica minor“ - Vatican News. 22. April 2024, abgerufen am 23. April 2024.
- ↑ Request Rejected. Abgerufen am 22. Januar 2024.
- ↑ Reichenauer Handschriften | Deutsche UNESCO-Kommission. Abgerufen am 9. September 2025.
- ↑ Badische Zeitung: Schätze des Klosters auf der Insel Reichenau erstrahlen in altem Glanz. 23. Januar 2024, abgerufen am 24. Januar 2024.
- ↑ Denise Rothdiener: Welterbe des Mittelalters - 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau. Abgerufen am 21. Januar 2024.