Malzer Kanal
Der Malzer Kanal, amtliches Kürzel MzK, war ursprünglich ein durchgehender Seitenkanal links der Havel zwischen Liebenwalde im Nordosten und Neu-Friedrichsthal im Südwesten. Er heißt Malzer Kanal, weil er anfänglich nur bis Malz reichte und erst später bis Friedrichsthal verlängert wurde. Heute werden nur noch die beiden Endteile als Malzer Kanal bezeichnet:
- Malzer Kanal Ost im Nordosten zwischen Liebenwalde und Dusterlake und
- Malzer Kanal West im Südwesten zwischen Malz und Neu-Friedrichsthal.
Der mittlere Teil zwischen Dusterlake und Malz ist im in der später weiter ausgebauten und z. T. neu trassierten und in Richtung Stettin verlängerten Havel-Oder-Verbindung (ursprünglicher Name Großschiffahrtsweg Berlin-Stettin, populärer Name bis 1945 Hohenzollernkanal, heutiger Name Havel-Oder-Wasserstraße (HOW)) aufgegangen (siehe nebenstehende Abbildung). Vor dem Bau der Havel-Oder-Wasserstraße bildete der Malzer Kanal zusammen mit der Havel oberhalb von Berlin-Spandau, mit dem mit ihm etwa gleichzeitig errichteten Oranienburger Kanal und mit dem schon fast ein Jahrhundert vorher im Osten bestehenden (zweiten) Finow-Kanal die erste durchgehend ausgebaute Wasserstraße zwischen Spandau und der Oder bei Hohensaaten.
- ↑ Werner Natzschka: Berlin und seine Wasserstraßen, Berlin 1971, S. 52