Markteffizienzhypothese
Die Markteffizienzhypothese (englisch efficient market hypothesis, kurz EMH, fälschlicherweise aufgrund der wörtlichen Übersetzung oft als Effizienzmarkthypothese bezeichnet) ist eine Theorie der Finanzökonomik, die besagt, dass Marktpreise alle verfügbaren Informationen widerspiegeln. Eine direkte Konsequenz ist, dass kein Marktteilnehmer dem Markt langfristig überlegen sein kann, außer durch Glück oder Nutzung nicht-öffentlicher Informationen.
Die Markteffizienzhypothese stellt eine theoretische Grundlage der modernen Portfoliotheorie dar. Außerdem bildet die Markteffizienzhypothese das Fundament des passiven Investierens mit Indexfonds. Im Jahr 2013 wurden Eugene Fama zusammen mit Robert J. Shiller und Lars Peter Hansen für ihre Arbeiten zur empirischen Analyse von Märkten (bzw. „for their empirical analysis of asset prices“) mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet.
- ↑ Edwin J. Elton: Modern portfolio theory and investment analysis. 6th ed Auflage. J. Wiley & Sons, New York 2003, ISBN 0-471-23854-6.
- ↑ Frank K. Reilly: Investment Analysis & Portfolio Management. ISBN 978-0-17-041603-0, S. 186.
- ↑ Patrick Bernau: Eugene Fama: Der Markt weiß alles. In: FAZ.net. (Online [abgerufen am 9. Juli 2020]).
- ↑ Nobelkomitee