Marktführer
Der Marktführer (englisch market leader) ist in der volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse, insbesondere der Wettbewerbstheorie und Marketinglehre ein Unternehmen, das auf einem relevanten Markt unter allen Marktteilnehmern den größten Marktanteil am Marktvolumen oder der abgesetzten Menge (Stückzahlen) auf sich vereinigt. Auf Makroebene spricht man von einem Weltmarktführer.
Das Ziel einer Marktführerschaft ist ein wesentlicher Bestandteil der Wettbewerbsstrategie. Der Marktführer kann Orientierungsmaßstab für die Wettbewerber sein, indem er den Marktpreis oder andere Marktdaten (Produktqualität, Kundendienst, Lieferzeit, Produktgarantien) früher als sie verändert. Damit setzt er Aktionsparameter ein, und die anderen Wettbewerber können hierauf nur – wenn überhaupt – mit Reaktionsparametern reagieren. Das Ranking auf einem Markt (englisch league table) stellt häufig ein Statussymbol für die Unternehmen dar; die führenden Anbieter können dies in der Werbung nutzen, andere Wettbewerber gelten lediglich als „Mitläufer“. So hat das Ziel, die Nummer eins auf dem Weltmarkt für Automobilhersteller zu werden, für einige Konzerne höchste Priorität. Hier führte 2014 nach Umsätzen Toyota, gefolgt von Volkswagen und General Motors. Das gilt auch für die Automobilzulieferer, wo Continental AG und Robert Bosch GmbH die Marktführer sind.
- ↑ Artikel Marktführerschaft. In: Ludwig G. Poth, Gudrun S. Poth, Marcus Pradel: Gabler Kompakt-Lexikon Marketing A–Z. Wörterbuch. 3. Auflage. Gabler, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-8349-0141-5, S. 264.
- ↑ Marko Funke: Preisstrategien in der Automobilzulieferindustrie, 2014, S. 22.