Mathematische Psychologie

Mathematische Psychologie ist ein Forschungsansatz in der Psychologie, die sich – im Gegensatz zu anderen Teildisziplinen – über ihre Arbeitsmethoden und nicht über ihren Gegenstand definiert. Diese basiert auf der Anwendung mathematischer Modelle für Wahrnehmungs-, Gedanken, kognitive und motorische Prozesse. Ziel ist es, gesetzmäßige Regeln zu formulieren, die quantifizierbare Merkmale von Reizen mit quantifizierbarem Verhalten (häufig in Form der Aufgabenerfüllung) verknüpfen. Dieser mathematische Ansatz wird verwendet, um präzisere Hypothesen zu entwickeln, die eine strengere empirische Überprüfung ermöglichen. Die mathematische Psychologie umfasst fünf zentrale Forschungsbereiche: Lernen und Gedächtnis, Wahrnehmung und Psychophysik, Wahl und Entscheidungsfindung, Sprache und Denken, sowie Messung und Merkmals-Skalierung (Normierung).

  1. William H. Batchelder: Mathematical Psychology: History. In: International Encyclopedia of the Social & Behavioral Sciences (Second Edition). Elsevier, Oxford 2015, ISBN 978-0-08-097087-5, S. 808–815, doi:10.1016/b978-0-08-097086-8.43059-x (elsevier.com).