Meißnischer Gulden

Der meißnische Gulden (auch Meißner Gulden und Gulden meißnisch), Abkürzung Mfl., ist ein in Sachsen im Jahr 1490 auf 21 Groschen gesetzter rheinischer Goldgulden und von 1542 bis 1838 eine Rechnungsmünze (ein fiktiver Rechnungsgulden) im selben Wert.

Als die sächsischen silberne Gulden (Talermünzen), die nach der Münzordnung von 1500 wertgleich mit dem Goldgulden waren, im Jahr 1542 auf 24 Groschen gesetzt wurden, blieb der meißnische Gulden in Sachsen als Rechnungsmünze zu 21 Groschen bis ins 19. Jahrhundert in Gebrauch.

  1. Pandactae & Digesta Arithmetices, Oder: Ordentlicher Begriff der gesammten … 1722: Abkürzung Mfl, keine Abbreviatur gem. Verzeichnis
  2. Gerhard Krug: Die meißnisch-sächsischen Groschen 1338–1500, S. 101
  3. Heinz Fengler, …: transpress Lexikon Numismatik …, S. 221 (hier und bei v. Schrötter fälschlich 1498 statt 1490)
  4. Lienhard Buck: Die Münzen des Kurfürstentums Sachsen 1763 bis 1806, S. 38: Rechnungseinheit noch während der Geltungsdauer des Konventionsfußes
  5. Paul Arnold: Die sächsische Talerwährung von 1500 bis 1763 …, S. 64: 1 Gulden = 21 Groschen galt seit 1490