Mercedes AMG F1 Team

Mercedes
Name Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
Unternehmen Mercedes-Benz Grand Prix Ltd
Unternehmenssitz Vereinigtes Konigreich Brackley
Teamchef Toto Wolff
Techn. Direktor James Allison
Saison 2026
Fahrer (63) Vereinigtes Konigreich George Russell
(12) Italien Andrea Kimi Antonelli
Testfahrer Danemark Frederik Vesti
Chassis Mercedes-AMG F1 W17 E Performance
Motor Mercedes-AMG F1 M17 E Performance
Reifen Pirelli
Statistik
Erster Grand Prix Frankreich 1954
Gefahrene Rennen 344
Konstrukteurs-WM 8 (2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021)
Fahrer-WM 9 (1954, 1955, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020)
Rennsiege 134
Pole Positions 146
Schnellste Runden 117
Position 2025 2. (469 Punkte)
Punkte 8432,64
(Stand: Großer Preis von Japan 2026)

Das Mercedes AMG Petronas F1 Team bezeichnet das Werksteam des deutschen Automobilherstellers Mercedes-Benz in der Formel 1. Es ging in seiner heutigen Form Ende 2009 aus dem britischen Rennstall Brawn GP hervor. Das Team hat seinen operativen Sitz im britischen Brackley, tritt aber mit deutscher Lizenz an. Die Motoren werden bei Mercedes AMG HPP in Brixworth gefertigt und auch an Kundenteams geliefert. Die Besitzverhältnisse des Rennstalls liegen seit 2021 zu je einem Drittel bei der Mercedes-Benz Group, Ineos und einer Eigentümergesellschaft von Teamchef Toto Wolff. Seit November 2025 hält George Kurtz eine 15-prozentige Minderheitsbeteiligung an der von Wolff kontrollierten Gesellschaft.

Die Marke Mercedes-Benz hat eine lange Tradition im Grand-Prix-Sport. Sowohl die Daimler-Motoren-Gesellschaft als auch Benz & Cie. waren 1894 noch vor ihrem Zusammenschluss Teilnehmer der ersten offiziellen Motorsportveranstaltung Paris-Rouen und Daimler gewann 1903 mit dem Gordon-Bennett-Cup erstmals ein Rundstreckenrennen. Nach der Fusion zu Daimler-Benz dominierten die Silberpfeile in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre die internationale Motorsportszene und Rudolf Caracciola gewann dreimal die Grand-Prix-Europameisterschaft – damals bedeutendstes Championat und inoffizieller Vorläufer der Formel 1. In Anlehnung an diese Epoche werden die Mercedes-Rennwagen bis heute als Silberpfeile bezeichnet.

In den 1950er Jahren engagierte sich Mercedes-Benz in der Frühphase der nun als Weltmeisterschaft ausgetragenen Grand-Prix-Rennen erstmals als Formel-1-Werksteam. 1954 und 1955 gewann das Team mit dem argentinischen Rennfahrer Juan Manuel Fangio zwei Weltmeistertitel. Nach einer 38-jährigen Pause im Formelsport kehrte Mercedes-Benz 1993 zunächst als Motorenlieferant an der Seite von Sauber in die Formel 1 zurück. 1995 wechselte Mercedes als Teilhaber zu McLaren und gewann bis 2009 als McLaren-Mercedes drei Fahrertitel.

Seit 2010 unterhält das Unternehmen wieder ein eigenes Werksteam in der höchsten Motorsportklasse. In der Saison 2014 gewann das Team überlegen seine erste Konstrukteurs-Weltmeisterschaft mit Lewis Hamilton als Fahrerweltmeister. Die Saison war der Auftakt zu einer Ära. So errang das Team von 2014 bis 2020 sieben Saisons in Folge sowohl den Fahrertitel als auch den Konstrukteurstitel – einmalig in der Geschichte der Formel 1. 2016 gewann Nico Rosberg den Fahrertitel, die übrigen erzielte Hamilton. Seit Einführung der V6-Turbomotoren Anfang 2014 gewann Mercedes bis Ende 2021 insgesamt 111 der 160 (knapp 69 %) ausgetragenen Grands Prix.

In diesen Jahren stellte das Team den Rekord der meisten Siege (19, 2016), meisten Pole-Positions (20, 2016), meisten Podiumsplatzierungen (33, 2016), meisten Doppelsiege (12, 2015) und meisten Punkte (765, 2016) in einer Saison auf.

In der Saison 2026 tritt das Team mit dem Fahrerduo George Russell (seit 2022) und Andrea Kimi Antonelli (seit 2025) an. Beide heutigen Piloten wurden im Mercedes-Juniorenprogramm gefördert.

  1. 2025 FIA Formula One World Championship Entry List. In: fia.com. Abgerufen am 8. Februar 2025.
  2. Auszug aus dem britischen Handelsregister.
  3. Mercedes-Benz Media. 20. November 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
  4. Crowdstrike CEO George Kurtz becomes co-owner of Mercedes after aquiring stake from Toto Wolff. 20. November 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025 (englisch).
  5. Jörg Walz: Geschichte des Motorsports, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3275-5, S. 22, S. 28, S. 60–69.