Mercedes-Benz W 196

Mercedes-Benz W 196

Karl Kling im Mercedes-Benz W 196 Monoposto

Konstrukteur: Deutschland Mercedes
Designer: Ludwig Kraus (Technischer Direktor)
Fritz Nallinger (Konstruktion)
Hans Scherenberg (Konstruktion)
Rudolf Uhlenhaut (Leiter Rennabteilung)
Vorgänger: Mercedes-Benz W 154
Mercedes-Benz W 165
Nachfolger: Mercedes MGP W01
Technische Spezifikationen
Chassis: Gitterrohrrahmen mit Aluminiumbeplankung
Motor: Mercedes-Benz M 196 2,5 l R8
Länge: max. 4160 mm
Breite: 1625 mm
Höhe: 1040 mm
Radstand: 2150–2350 mm
Gewicht: 650–700 kg (Trockengewicht)
Reifen: Continental
Statistik
Fahrer: Argentinien Juan Manuel Fangio
Deutschland Bundesrepublik Karl Kling
Deutschland Bundesrepublik Hans Herrmann
Deutschland Bundesrepublik Hermann Lang
Vereinigtes Konigreich Stirling Moss
Italien Piero Taruffi
Frankreich André Simon
Erster Start: Großer Preis von Frankreich 1954
Letzter Start: Großer Preis von Italien 1955
Starts Siege Poles SR
12 9 8 9
WM-Punkte: 139,14
Podestplätze: 17
Führungsrunden: 589 über 3976 km
Stand: Saisonende 1955

Der Mercedes-Benz W 196 war der erste Formel-1-Rennwagen eines Mercedes-Werksteams in der Automobil-Weltmeisterschaft und wurde in den Saisons 1954 und 1955 eingesetzt. Neben dem Formel-1-typischen Monoposto mit freistehenden Rädern gab es den Wagen für Weltmeisterschaftseinsätze auf schnellen Strecken auch als vollverkleidete Stromlinienvariante – als Monza bekannt. Von dem Grand-Prix-Rennwagen wurde der zweisitzige Rennsportwagen Mercedes-Benz 300 SLR für die Sportwagenrennen der Saison 1955 abgeleitet.

Der unter technischer Gesamtverantwortung von Ludwig Kraus, Fritz Nallinger und Hans Scherenberg konstruierte W 196 feierte am 4. Juli 1954 beim Frankreich-GP, dem dritten Saisonrennen, mit einem Doppelsieg erfolgreich Premiere.

Angetrieben wurde der Wagen von dem neu entwickelten 2,5-Liter-Reihenachtzylinder Mercedes-Benz M 196. Farblich lehnte sich der Mercedes W 196 mit dem komplett silbernen Erscheinungsbild der blanken Aluminiumbleche an die erfolgreichen Grand-Prix-Renner der 1930er Jahre an, mit denen der Begriff der Silberpfeile entstand. Durch seine Erfolge zählt der W 196 heute selbst als wesentlicher Bestandteil der Silberpfeile-Historie.

Der fünfmalige argentinische Weltmeister Juan Manuel Fangio erzielte mit dem W 196 seinen zweiten und dritten Titel. Insgesamt gelangen mit dem Wagen neun Rennsiege und acht Pole-Positions bei nur einem Dutzend Starts. Insbesondere auf Hochgeschwindigkeitsstrecken galt der Wagen mit der Stromlinienkarosse als dominanter Formel-1-Wagen der Jahrgänge 1954/1955.