Merode (Adelsgeschlecht)

Merode ist der Name eines katholischen, zum europäischen Hochadel zählenden Uradelsgeschlechts, das einem Zweig der rheinischen Herren von Kerpen mit dem Stammhaus Kerpen an der Erft entstammt. Dieses erscheint erstmals zwischen 1065 und 1071 mit dem Reichsministerialen Warnerus de Kerpene.

Stammsitz der Familie ist das 1174 erstmals genannte Schloss Merode (im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen), das kulturgeografisch dem Maasland zuzurechnen ist. Der Name Merode leitet sich von der Rodung her (lateinisch „de Rode“, mittelniederdeutsch „van dem Rode“ oder „van me Rode“), wo sich heute der Ort Merode bei Langerwehe befindet. Bauherr der Burg war der Reichsministeriale Werner aus dem Geschlecht derer von Kerpen, der das umliegende Land von Kaiser Friedrich I. Barbarossa zu Lehen erhalten hatte. Schloss Merode ist seit seiner Erbauung vor rund 850 Jahren im Besitz der Familie von Merode.

Diese erhielt 1626 den spanisch-niederländischen Titel Marquis de Westerloo und erbte zu Beginn des 18. Jahrhunderts den französischen Titel Prince de Rubempré. Von einer 1744 erloschenen Linie des Hauses Glymes erbten sie den Titel Comtes de Grimberghe und Princes de Berghes. 1846 wurde ihnen der belgische Fürstenstand mit dem Titel Prince bzw. Princesse de Merode verliehen.

  1. Hans J. Domsta: Geschichte der Fürsten von Merode im Mittelalter 1, Düren 1974, S. 26.