Mevlana-Museum
Das heutige Mevlana-Museum (türkisch Mevlânâ Müzesi) ist das Mausoleum von Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī mit der angeschlossenen Loge der Mevlevi-Derwischbruderschaft, türkisch Mevlana Celaleddin Rumi Türbesi ve Dergahi, in Konya, Türkei, der ehemaligen Hauptstadt des Sultanats der Rum-Seldschuken.
Rūmī (1207–1273) war ein persischer Sufi-Mystiker, Gelehrter und bedeutender persischsprachiger Dichter. Die von ihm gegründete Mevlevi-Derwischbruderschaft ist nach seinem Beinamen (arabisch مولانا, DMG Maulānā, türkisch Mevlânâ ‚unser Herr/Meister‘) benannt. Sein Mausoleum ist eines der Wahrzeichen von Konya und dient bis in die heutige Zeit als islamischer Wallfahrtsort. Im Lauf der Jahrhunderte wurde es immer wieder umgebaut und erweitert. Bedeutende Sultane des Osmanischen Reichs fügten Bauten an, renovierten bestehende Gebäudeteile oder stifteten kostbare Gegenstände für die Innenausstattung.
Aufgrund des Gesetzes Nr. 677 der türkischen Regierung unter dem Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk wurde das Bauwerk säkularisiert und in ein Museum umgewandelt. Dieses wurde am 2. März 1927 als „Konya-Museum für Alte Kunst“ (Konya Âsâr-ı Âtîka Müzesi) eröffnet und 1954 in „Mevlana-Museum“ umbenannt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das historische Stadtviertel um das Mausoleum abgerissen und durch eine Parkanlage ersetzt, die auch die benachbarte osmanische Selimiye-Moschee (1566) einbezieht. Zwischen 1983 und 1987 fanden ausgedehnte Restaurierungsarbeiten statt.
- ↑ Gesetz Nr. 677 vom 30. November 1925 über das Verbot und die Schließung der Derwischorden, der Klöster und Mausoleen, über das Verbot des Berufs der Mausoleenwächter und der Führung und Verleihung einiger Titel, RG Nr. 243 vom 13. Dezember 1925.
- ↑ Webseite von Turkinfo ( des vom 29. Oktober 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 1. November 2016.
- ↑ Mausoleum und Derwischloge des Mevlânâ Celaleddin Rūmī auf Archnet.org, abgerufen am 1. November 2016.