Mizuo-Nakamura-Phänomen

Das Mizuo-Nakamura-Phänomen ist ein spezieller Befund einer Nachtblindheit bei der augenärztlichen Augenspiegelung.

Der Augenhintergrund ist goldgelb oder silbergrau gefärbt, diese Verfärbung verschwindet nach mehrstündiger Anpassung an Dunkelheit, tritt aber nach Lichteinwirkung wieder auf.

Die Bezeichnung bezieht sich auf die japanischen Augenärzte Gentaro Mizuo (1876–1913) und Bunpei Nakamura (1886–1969).

Das Phänomen tritt fast ausschließlich beim autosomal-rezessiv vererbten Oguchi-Syndrom auf.

Bislang wurde eine X-Chromosomal vererbte Erkrankung mit diesem Phänomen beschrieben.

  1. Eintrag zu Oguchi-Krankheit. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  2. Miho Takada et al.: Spectral-Domain Optical Coherence Tomography Findings in the Mizuo–Nakamura Phenomenon of Oguchi Disease. In: Retina. Band 31, Nr. 3, 2011, S. 626–628, doi:10.1097/iae.0b013e318206cd52, PMID 21336075.
  3. Ole Daniel Enersen: Gentaro Mizuo (Memento vom 21. Januar 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  4. Ole Daniel Enersen: Bunpei Nakamura (Memento vom 24. Januar 2025 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  5. John R. Heckenlively: X-linked Recessive Cone Dystrophy With Tapetal-like Sheen. In: Archives of Ophthalmology. 104, 1986, S. 1322, doi:10.1001/archopht.1986.01050210076029.