Mnevis
| Mnevis in Hieroglyphen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Neues Reich |
Mer-wer Mr-wr | ||||
|
| |||||
|
| |||||
|
| |||||
| Spätzeit |
| ||||
|
| |||||
| Griechisch | Μνεῦις oder Μνῆυις | ||||
Mnevis (altgriechisch Μνεῦις oder Μνῆυις, altägyptisch Mr-wr oder Mn-wr) war der heilige Stier des altägyptischen Heliopolis, der sowohl den Sonnengott Re bzw. Atum verkörperte, als auch als Mittler zwischen Göttern und Menschen fungierte.
Sein Kultort Heliopolis war das größte religiöse Zentrum Ägyptens, das sich heute unter dem modernen Kairener Stadtteil Matariya befindet. Dieser Umstand macht Grabungen in diesem Bereich sehr schwierig. Die Quellenlage speziell zum Mnevis-Kult ist dürftig, denn der alte Tempelbezirk ist nicht erhalten. Es konnten zwar zwei Gräber ausfindig gemacht werden, aber es bleiben viele Fragen offen.
- ↑ Eberhard Otto: Beiträge zur Geschichte der Stierkulte in Ägypten von Eberhard Otto. Leipzig 1938, S. 38.
- ↑ Dietrich Raue: Reise zum Ursprung der Welt - Die Ausgrabungen im Tempel von Heliopolis. Darmstadt 2020, ISBN 978-3-8053-5252-9, S. 260.
- ↑ Eberhard Otto: Beiträge zur Geschichte der Stierkulte in Ägypten von Eberhard Otto. Leipzig 1938, S. 34.
- ↑ Dietrich Raue: Reise zum Ursprung der Welt - Die Ausgrabungen im Tempel von Heliopolis. Darmstadt 2020, S. 10–11.
- ↑ Aidan Dodson: Bull Cults. In: Salima Ikram (Hrsg.): Divine Creatures: Animal Mummies in Ancient Egypt. American University in Cairo Press, Cairo 2005, ISBN 977-424-858-9, S. 93–95.