Mobbing in der Schule
Unter Mobbing in der Schule versteht man ein gegen Schüler gerichtetes Mobbing durch Mitschüler: Drangsalieren, Gemeinsein, Ärgern, Angreifen und Schikanieren (englisch to mob für "anpöbeln, angreifen"). Sind Lehrer Ziel solcher Angriffe, spricht man üblicherweise von Mobbing am Arbeitsplatz. Gehen dagegen die Angriffe von einem Lehrer aus, so macht sich dieser (bei Minderjährigen) der Misshandlung von Schutzbefohlenen schuldig.
Es lassen sich vier Erscheinungsformen unterscheiden:
- soziale Schädigung (relationales Mobbing: z. B. bewusstes Ignorieren, Hinausekeln oder Ausschließen aus sozialen Gruppen, Verleumden);
- mündliche oder schriftliche Schmähung (verbales Mobbing: z. B. verletzende Spitznamen, Beschimpfungen, Beleidigungen, Bodyshaming);
- körperliche Gewalt und körperliche Bedrohungen (physisches Mobbing: z. B. Schlagen, Treten, An-den-Haaren-Ziehen, Sexuelle Belästigung);
- Angriffe auf das Eigentum (z. B. Bestehlen, Beschädigen).
- ↑ Dan Olweus: Mobbing in Schulen: Fakten und Intervention. In: Angelika Henschel, Rolf Krüger, Christof Schmitt, Waldemar Stange (Hrsg.): Jugendhilfe und Schule. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, S. 247–266, doi:10.1007/978-3-531-90820-5_16.
- ↑ Rosie Green, Aleks Collingwood, Andy Ross: Characteristics of bullying victims in schools. National Centre for Social Research, Juli 2010, abgerufen am 23. Februar 2025 (englisch).