Mohammed Qutb
Mohammed Qutb (arabisch محمد قطب, DMG Muḥammad Quṭb; geb. 26. April 1919 in Muscha, Gouvernement Asyut, Ägypten; gest. 4. April 2014 in Mekka, Hedschas, Saudi-Arabien) war ein islamischer Gelehrter, Denker und Ideologe der ägyptischen Muslimbrüder. Er ist der jüngere Bruder von Sayyid Qutb, einem Vordenker der Muslimbruderschaft, für dessen Werk er sich nach dessen Hinrichtung unter der Präsidentschaft von Gamal Abdel Nasser später von Saudi-Arabien aus einsetzte.
- ↑ Sayyid Qutb (1906–1966), der zusammen mit Abul Ala Maududi (1903–1979) zu den größten Denkern der islamischen Erweckungsbewegung gehört, zu der die Muslimbrüder zählen (vgl. Le prince saoudien Khaled Al-Faisal contre l’idéologie islamiste, 21. März 2005 (memri.fr)). - In Deutschland wurden deren Schriften beispielsweise laut Verfassungsschutzbericht des Bundeslandes Hessen durch die Muslimische Jugend in Deutschland e. V. (MJD) vertrieben. (Verfassungsschutz in Hessen Bericht 2011 - Hessisches Ministerium des Innern und für Sport)
- ↑ vgl. Lawrence Wright: Der Tod wird euch finden. Al-Qaida und der Weg zum 11. September, S. 101, und Adnan Musallam: From Secularism to Jihad: Sayyid Qutb and the Foundations of Radical Islamism. 2005, S. 202 f. in der Google-Buchsuche