Motorroller
Motorroller sind Sonderbauarten von Motorrädern, die zwischen Lenker und Sattel/Sitz einen freien Durchstieg haben, somit auch mit körperlichen Einschränkungen oder langem Rock wie ein Stuhl bequem besetzt werden können und nicht wie Fahrräder oder Pferde durch Überschwung des rechten Beines mühsam rittlings bestiegen werden müssen. Die Sitzbank ist fast immer für zwei Personen ausgelegt, Einzelsitze sind oft mit Gepäckträgern für Pizzazustellung etc. kombiniert.
Wesentlich kleinere, tragbare und nur im Stehen gefahrene mit Elektromotor betriebene Motorroller werden E-Tretroller genannt. Der engl. Begriff scooter deckt beide Bauweisen ab.
Der typische Motorroller, wie er in den 1950er-Jahren mit Vespa, Innocenti Lambretta und ähnlichen bekannt wurde, hat zwischen Lenker und Sattel einen freien Durchstieg, das heißt im Kniebereich keine festen Fahrzeugteile wie Kraftstofftank und Motor, kann bzw. muss also ohne Knieschluss zum Tank gefahren werden. Ein Roller hat oft ein Bodenblech als Trittbrett statt Fußrasten. Die Antriebseinheit samt Tank ist beim Roller komplett hinten unten. Vorne ist ein durchgehendes Beinschild bzw. eine Verkleidung zum effektiven Schutz vor Verschmutzung. Dagegen haben Motorräder Motor und Tank vorne, benötigen Öffnungen für Kühlung, etwaige Beinschilde sind auf jeder Seite einzeln.
Neben herkömmlichen Rollern mit Verbrennungsmotor setzen sich zunehmend Elektromotorroller im Markt durch.