Mudejaren
Die Mudejaren oder spanisch Mudéjares (von arabisch مدجّن mudaddschan, DMG mudaǧǧan ‚dienstbar gemacht‘) waren Muslime, die unter einer nicht-islamischen Herrschaft in einem nicht-islamischen Land lebten. Die Mudjaren waren in den Königreichen Aragonien und Valencia eine bedeutende Minderheit. In den Herrschaftsgebieten der Krone Kastiliens lebten bis zur Eroberung des Emirates von Granada etwa 25.000 Muslime. Durch ein Dekret des kastilischen Königspaares vom 12. Februar 1502 wurden die Mudejares in den Herrschaftsgebieten der Krone Kastiliens vor die Wahl gestellt, entweder getauft zu werden oder das Land zu verlassen.
- ↑ Miguel Ángel Ladero Quesada: Mudéjares y repobladores en el Reino de Granada (1485–1501). In: Cuadernos de historia moderna. Nr. 13, 1992, ISSN 0214-4018, S. 49 (spanisch, ucm.es [abgerufen am 22. Mai 2019]).
- ↑ Luis F. Bernabé-Pons: The Last Muslim Inhabitants of a Newly-Christianized Granada: Mudejars and Moriscos. In: Bárbara Boloix-Gallardo (Hrsg.): A Companion to Islamic Granada. Brill, Leiden 2022, ISBN 978-90-04-42581-1, S. 239 (englisch).