NATO

North Atlantic Treaty Organization (NATO)
Organisation du traité de l’Atlantique nord (OTAN)


Flagge der NATO

Karte der NATO-Mitgliedstaaten
Generalsekretär Mark Rutte
(seit 2024)
SACEUR (Supreme
Allied Commander
Europe
)
General Alexus G. Grynkewich
(seit 2025)
SACT (Supreme
Allied Commander
Transformation
)
Admiral Pierre Vandier
(seit 2024)
Gründung 4. April 1949
Amts- und
Arbeitssprachen
Englisch
Französisch
NATO-
Hauptquartier
Brüssel,  Belgien
Reservisten
Gesamt-
truppenstärke

ca. 4,34 Mio.
ca. 3,44 Mio.
(Stand: 2025)
Budget 5,3 Mrd. EUR (Stand: 2026)
Wahlspruch animus in consulendo liber (lateinisch für
„in der Beratung ein freier Sinn“)
Mitgliedstaaten Gründungsmitglieder:
 Belgien
 Dänemark
 Frankreich
 Island
 Italien
 Kanada
 Luxemburg
 Niederlande
 Norwegen
 Portugal
 Vereinigtes Königreich
 Vereinigte Staaten

Seit 18. Februar 1952:

 Griechenland
 Türkei

Seit 6. Mai 1955:

 Bundesrepublik Deutschland

Seit 30. Mai 1982:

 Spanien

Seit 12. März 1999:

 Polen
 Tschechien
 Ungarn

Seit 29. März 2004:

 Bulgarien
 Estland
 Lettland
 Litauen
 Rumänien
 Slowakei
 Slowenien

Seit 1. April 2009:

 Albanien
 Kroatien

Seit 5. Juni 2017:

 Montenegro

Seit 27. März 2020:

 Nordmazedonien

Seit 4. April 2023:

 Finnland

Seit 7. März 2024:

 Schweden

Aktuell: 32

Beobachterstatus:

 Bosnien und Herzegowina
 Georgien
Ukraine
Website www.nato.int

Die NATO (englisch North Atlantic Treaty Organization „Organisation des Nordatlantikvertrags“ bzw. „Nordatlantikpakt-Organisation“, französisch OTANOrganisation du traité de l’Atlantique nord), im Deutschen auch als Atlantisches Bündnis oder als Nordatlantikpakt bezeichnet, ist ein Verteidigungsbündnis 32 europäischer und nordamerikanischer Mitgliedstaaten, das dem gemeinsamen Schutz der eigenen Territorien dient und darüber hinaus das Ziel weltweiter politischer Sicherheit und Stabilität verfolgt.

Basis der NATO ist der Nordatlantikvertrag nach Artikel 51 der UN-Charta. In seiner Präambel bekennen sich die Mitglieder zu Frieden, Demokratie, Freiheit und der Herrschaft des Rechts. Dem deutschen Bundesministerium der Verteidigung zufolge versteht sich die NATO als „Wertegemeinschaft freier demokratischer Staaten“. Kern des Vertrags ist die Beistandsklausel aus Artikel 5, welche gegenseitige militärische Unterstützung im Bündnisfall garantiert.

Der Nordatlantikpakt wurde am 4. April 1949 im Zuge der Eindämmungspolitik der Vereinigten Staaten gegen die Sowjetunion geschlossen. Zunächst auf 20 Jahre begrenzt, wurde er wegen des anhaltenden Kalten Krieges 1969 auf unbestimmte Zeit verlängert.

Das NATO-Hauptquartier war zunächst in London und ab 1952 in Paris ansässig. Wegen Frankreichs Rückzug aus der militärischen Integration des Bündnisses wurde die Zentrale 1967 nach Brüssel verlegt. Dort haben der Nordatlantikrat, das Hauptorgan der NATO, und seine unmittelbar nachgeordneten Einrichtungen ihren Sitz: Der International Staff (IS) und der International Military Staff (IMS). Die beiden wichtigsten militärischen Hauptquartiere sind das Supreme Headquarters Allied Powers Europe (SHAPE, offiziell Allied Command Operations) im belgischen Mons und das Allied Command Transformation (ACT) im US-amerikanischen Norfolk.

  1. 1 2 Vergleich der Militärstärke von NATO und Russland im Jahr 2025. Abgerufen am 8. August 2025.
  2. Funding NATO. Abgerufen am 8. April 2026 (englisch).
  3. web.archive.org: Der Beitritt Deutschlands zur NATO – 50 Jahre danach
  4. Bundesministerium der Verteidigung: Die NATO – Allianz für Sicherheit und Werte.